Erlesenes 2011

Friday, 30. December 2011 16:42

Anfang des Jahres hat Goodreads die 2011 Reading Challenge gestartet. Der Deal: Zu Beginn des Jahres kann man angeben, wie viele Bücher man im Verlauf des Jahres lesen möchte. Auf der Startseite wird dann angezeigt, wie weit das Vorhaben ist und ob ein hypothetischer Zeitplan – davon ausgehend, dass  alle Bücher der gleichen Lesezeit bedürfen – eingehalten wird. Bei mir sieht das so aus.1

Ich habe Anfang des Jahres kurz überschlagen, wie viel ich 2010 lesen wollte und wie viel ich tatsächlich geschafft habe und mich mit mir auf durchschnittlich drei Bücher pro Monat geeinigt, die Challenge also auf 36 Bücher im Jahr 2011 gesetzt. Die habe ich  auch gerade so2 geschafft.

Hier mal die Bücher in Chronologischer Reihenfolge zum Nachlesen:

  • Nice Work (David Lodge)
  • A Tale of Two Cities (Charles Dickens)
  • Schweine und Elefanten (Helmut Krausser)
  • Könige über dem Ozean (Helmut Krausser)
  • The Book of Lost Things (John Connolly)
  • Der Schrecksenmeister (Walter Moers)
  • Anleitung zum Unglücklichsein (Paul Watzlawick)
  • The Case of Missing Books (Ian Sansom)
  • Einer flog über das Kuckucksnest (Ken Kesey)
  • Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens (Max Goldt)
  • Glenkill (Leonie Swann)
  • Durch einen Spiegel in einem dunklen Wort (Jostein Gaarder)
  • Der Fall Jane Eyre (Jasper Fjorde)
  • Crime and Punishment (Fyodor Dostoyevsky)3
  • Die Känguru-Chroniken (Marc-Uwe Kling)
  • Das Kartengeheimnis (Jostein Gaarder)
  • Küßchen Küßchen (Roald Dahl)
  • God Hates Us All (Hank Moody)4
  • The Emperor’s New Mind (Roger Penrose)
  • Empört Euch! (Stéphane Hessel)
  • Grünschnabel (Monica Cantieni)
  • The Gun Seller (Hugh Laurie)5
  • Was davor geschah (Martin Mosebach)
  • Solaris (Stanisław Lem)
  • Alice’s Adventures in Wonderland & Through the Looking Glass (Lewis Caroll)
  • The Great Gatsby (F. Scott Fitzgerald)
  • I Shall Wear Midnight, Discworld #38 (Terry Pratchett)
  • Skuldeggery Pleasant, Skuldeggery Pleasant #1 (Derek Landy)
  • Playing with Fire, Skuldeggery Pleasant #2 (Derek Landy)
  • The Faceless Ones, Skuldeggery Pleasant #3 (Derek Landy)
  • Dark Days, Skuldeggery Pleasant #4 (Derek Landy)
  • Mortal Coil, Skuldeggery Pleasant #5 (Derek Landy)
  • Death Bringer, Skuldeggery Pleasant #6 (Derek Landy)6
  • Traumnovelle (Arthur Schnitzler)
  • Faust: Erster und zweiter Teil (Johann Wolfgang von Goethe)
  • Lolita (Vladimir Nabokov)
  • Der futurologische Kongress (Stanisław Lem)
  • Sterntagebücher (Stanisław Lem)

Das waren sie. Falls ihr Fragen zu einem der Bücher habt oder bei einem Kaffee darüber diskutieren wollt, hinterlasst einfach einen Kommentar.

Erkenntnis für mich: Das ist ziemlich genau die Zahl Bücher, die ich gut und gern lese. Falls es 2012 wieder eine Challenge gibt, werde ich die Gelegenheit nutzen, mich damit zum Lesen zu animieren und dabei zu bleiben. Ansonsten lässt sich das ja auch selbst organisieren.

  1. Mir wurde mal von einer 500-seitigen Dissertation eines Philosophen berichtet, die sich ausschließlich mit Bezugswörtern in Link-Bezeichnungen beschäftigt. Nur so am Rande. []
  2. mit 38 Büchern []
  3. Der deutsche Titel der alten deutschen Übersetzung ist Schuld und Sühne []
  4. Hank Moody ist der  Protagonist der Serie Californication und dieses Buch ist Teil der Handlung, der Autor existiert also nicht wirklich. Trotzdem interessant, dass man das Buch erwerben kann. []
  5. Ja, Dr. House. Wer den Humor mag, sollte das Buch unbedingt lesen! []
  6. Muss ich noch dazu schreiben, dass mir die Bücher ebenfalls sehr gut gefallen haben? ;) []

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Vertwittert

Friday, 25. November 2011 23:47

Bilanz nach zwei Jahren Twitter: 1862 Tweets, 116 Followers und immer weniger Blödsinn in der Timeline. Mann, was habe ich früher alles  gepostet?! Aber das musste wohl so sein im Kurznachrichtenhype. Und wie ich selbst schon einmal bemerkte: Gedankenknappheit auf 140 Zeichen – wir beschneiden uns selbst und in der Kürze einer Nachricht geht nicht selten auch ihr Potential verloren.

Auf der anderen Seite verhungert hier gerade ein Blog, das viel mehr Platz zum Austoben bietet, in dem ich meine Gedanken besser entfalten und überlegter darlegen kann. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, noch einmal darüber nachzudenken, ob dieser Gedanke überhaupt in die Welt gebracht wird.

Deshalb gibt es ab jetzt die Kompromisslösung: Statuskram à la Bin-Gut-Gelandet oder Scheißwetter-Gelaber-Da-Draußen sowie Linkempfehlungen und Social Communication bleiben weiter auf Twitter, der Rest wird notiert, aber nicht gleich in die Welt gezwitschert. Lieber möchte ich diese Gedanken doch wieder ausdenken und an anderer Stelle präsentieren; zum Beispiel hier. Damit sollte die Schreibmaschine in dieser oder jender Form auch wieder aktiver werden.

Thema: Gedanken, Meta | Kommentare (1)

Sie.

Sunday, 7. August 2011 16:32

Sei sie

sentimental sinnend
schlau sprechend
Schönes sagend
Sinnlichkeit schenkend,

so soll sie sagenhaft sein!

Thema: Kühlschrankpoesie | Kommentare (0)

Möbiusband

Wednesday, 15. June 2011 14:00

Das Spiel gibt es ja schon länger, da ich in dessen Rahmen auf eine interessante Seite für die Foto-Bearbeitung gestoßen bin, habe ich zum Testen mal mitgespielt.

Wir bauen uns eine Band:

  1. Besuche Wikipedia und lade einen Zufallsartikel. Der Titel dieses Artikels ist der Name der Band.
  2. Gehe auf quotationspage.com und wähle die Zufallszitate. Die letzten vier oder fünf Wörter des allerletzen Zitats auf der Seite sind der Titel des Albums.
  3. Gehe auf Flickr und wähle unter „Entdecken“ den Punkt „Letzte 7 Tage“. Das dritte Bild – egal, was es darstellt – ist das Albumcover.1
  4. Füge diese drei Teile mit einem Grafikprogramm Deiner Wahl, im Browser zum Beispiel mit Picnik, zusammen.
  5. Wirf das Bild in die Weiten des Netzes. :)

Picnik ist das Tool, das ich bei dieser Gelegenheit getestet habe.

Und hier noch das Ergebnis:

  1. Diese Regel hat es in sich: die meisten Bilder sind geschützt und man sollte an dieser Stelle lieber Bilder aus dem „Creative Commons”-Archiv wählen, die eine Bearbeitung erlauben! []

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Zeichenpause

Wednesday, 23. March 2011 15:32

Kurze Pause am Nachmitag. Was seht ihr?

Selbst zeichnen bei Paint Online.

 

Thema: Gedanken | Kommentare (5)

Fastenzeit 2011

Friday, 11. March 2011 9:26

Auch in diesem Jahr wird gefastet und auch in diesem Jahr gibt es ein Blog darüber, zu finden unter der URL http://www.tuxathome.de/fasten2011, in dem nicht nur ich über meine Erlebnisse während der Fastenzeit und über die Fastenzeit berichten werde.

Thema: Lebensgefühl, Meta | Kommentare (0)

Pinguin mit Zeitgefühl

Sunday, 13. February 2011 22:35

Seit heute hängt sie endlich: die Pinguin-Uhr, gefertigt aus einer alten Schallplatte.

Gefunden habe ich sie über einen Blog-Post bei Freshome, bestellen kann man solche Uhren mit einer Auswahl an Motiven direkt bei Pavel Sidorenko.

An das Ticken muss ich mich allerdings noch gewöhnen – oder das Uhrwerk tauschen.

Thema: Lebensgefühl | Kommentare (1)

Welche Schreibmaschine benutzt Hank Moody?

Thursday, 9. December 2010 23:01

Gerade sehe ich, dass jemand mit der Google-Anfrage “hank moodys schreibmaschine” auf meinem Blog landete – da war ich ja selbst mal gespannt.

Ein wenig musste ich suchen, insbesondere die deutschen Seiten haben mich nicht weitergebracht. In den Weiten des englischsprachigen WWW wurde ich dann schließlich fündig: Es handelt sich wohl um eine IBM Selectric II. Direkt prüfen kann ich das nicht, die Abbildung deckt sich aber mit dem, was in der Serie zu sehen ist.

In diesem Sinne: Moody Writing!

Thema: Literatur | Kommentare (3)

Bloggen wie Hank Moody

Friday, 3. December 2010 19:34

Hank Moody (Californication) schreibt seinen ersten Blog-Eintrag von einem Apple-Store aus – das muss ich jetzt auch mal tun. :)

Jetzt braeuchte ich nur noch das schreiberische Talent. 8)

Trotzdem viele Gruesse aus London!

Thema: Erlebtes, Lebensgefühl | Kommentare (0)

Kein Anschluss unter dieser Nummer

Tuesday, 31. August 2010 22:58

Da bin ich doch in Helsinki in die Nachtverkehrsfalle getappt:

Nach getaner Arbeit habe ich mir von meinen Kolleginnen vor Ort ein wenig die Stadt zeigen lassen: die wichtigsten Bauwerke, ein bisschen Geschichte und die Inseln, auf denen früher1 die Festung gegen die Russen errichtet wurde und die heute neben vielen Touristen auch gute Restaurants mit leckeren Rentiergerichten beherbergen. Zurück ging es mit der Fähre und dann war alles ganz einfach: Mit dem Bus zur Uni und von dort aus so zum Hotel, wie das auch gestern schon sehr gut funktionierte.

In der Theorie ein guter Plan, in der Praxis war es dreiviertel zehn und der Wunschbus fuhr nicht mehr. An eine Routenplanung mittels Stadtplan ist hier nicht zu denken. Zwar weiß ich inzwischen, wo ungefaehr sich das Hotel und die Uni befinden, die exakten Positionen auszumachen war mir bislang jedoch nicht möglich. Zudem scheinen nicht alle Linien auf dem Plan verzeichnet zu sein.

Glück im Unglück: Ich habe einen Schlüssel zur Uni und zum Büro bekommen, konnte dort also nachschlagen. Die Webseite zur Routenplanung der hiesigen Verkehrsbetriebe gefällt mir sehr gut. Nun müsste man sich nur noch die Haltestellen in der Umgebung des Hotels merken können2 und bekommt dann einen Reiseplan. Hier ist die ganze Energie  der Gestalter hineingeflossen, deshalb werden in nur wenigen Bussen überhaupt die nächsten Haltestellen angezeigt, Busse halten nur auf Wunsch, was sinnvoll ist, wenn man weiß, dass man an der kommenden Haltestelle aussteigen will, also auch weiß, was die kommende Haltestelle ist, jede Fahrt auf unbekannter Strecke aber zu einem Abenteuer macht. Ein Makel: In der Routenplanung steht nicht, in welche Richtung der Bus an der entsprechenden Haltestelle fahren muss, auf welcher Seite der Straße ich also warten sollte.

Finnische Wörter weisen eine erstaunliche Ähnlichkeit zur Tetris-Melodie auf: ich kann sie mir nicht merken. Also stehe ich mit einem Zettel in der Hand an der Haltestelle, die nach meinem besten Gewissen die richtige sein müsste. 3

Und dann kommt der Bus. Ich halte die Hand raus, steige ein, stelle meine Frage nach der Haltestelle. Ich spreche kein Wort Finnisch, der Busfahrer offenbar kein Wort Englisch: Lost in Translation. Hier käme der Zettel zum Einsatz. Jedenfalls bei nicht-weitsichtigen Busfahrern. Ich sage nur “Haaga”,4 der Busfahrer nickt und fährt los. Ich bekomme Schicksalsmitleid, dieser Bus hat bereits eine Haltestellenanzeige.

Nach einer geraumen Welte dreht sich der Busfahrer um und sagt etwas zu mir. Was, werde ich nie erfahren, aber ich halte nochmals meinen Zettel hin und sage diesmal auch das “ammattikoulu”5 mit auf. Er nickt und fährt weiter, und siehe da: die nächste Haltestelle ist Ilkantie und dann kommt auch schon das Ziel.

Wer also weder die Landessprache spricht noch vollständig durch die Verkehrspläne durchblickt sollte als immer einen Zettel mit den Zielkoordinaten dabei haben.

  1. im 18. Jahrhundert []
  2. Metsäläntie, Haaga ammattikoulu, … []
  3. Man könnte nach den Abfahrtszeiten gehen, jedoch sind die wegen der optionalen Haltestellen eher Wunsch als Realität. []
  4. Doppelte Buchstaben werden lang ausgesprochen. Auch, wenn es Konsonanten sind. In Finnland gibt es ein langes “P”. []
  5. ohne langes T []

Thema: Erlebtes | Kommentare (1)