Zeit für ZEIT

Weiter geht es: Ich will lesen. Eigentlich ja online, denn so sehr es den Verlegern schadet, weil sie ihr veraltetes Medium retten wollen, anstatt neue Geschäftszweige zu erkunden, so sehr sind wir online auch noch nicht so weit, immer und überall gleichermaßen gut lesen zu können.

Mein Unvermögen, mir über die Höhen, Tiefen und Richtungen diverser Printmedien im Klaren zu sein – es beschränkt sich quasi auf ein “nicht die BILD” – treibt mich dann immer wieder zur ZEIT (die ich hier konsequent groß schreibe, um sie als ebendie Wochenzeitung von jener gefühlt kosmischen Urgröße abzuheben): Meine Mischung aus Niveau, das ich lesen mag und einer Art zu schreiben, die mich ablehnen lässt, ohne mich abzulehnen und die immer wieder neue Ideen und Einblicke liefert.

Einziger Nachteil: Um die ZEIT zu lesen, braucht man viel Zeit – mehr, als ich gemeinhin habe. Der tägliche Versuch eines geregelten Frühstücksablaufs inklusive Medienschau funktioniert nicht, wenn ich dabei eine Stunde lesen muss. Zu oft bleibt mir diese Stunde nicht und neben einer einzigen Zeitung will noch Anderes gelesen werden. Neuer Plan: Jeden Tag die interessantesten Artikel eines Abschnittes. Auch das wird nicht ganz klappen, aber vielleicht bringt es mich dem Ziel ein Stück näher. Vielleicht schaffe ich die ZEIT mal innerhalb einer Woche, um dann direkt mit der nächsten ZEIT fortfahren zu können. Vielleicht lerne ich dabei auch, eine Zeitung so zu halten, dass sie nicht in ihre Einzelteile zerfällt und ich gleichzeitig mehr Konzentration auf den Artikel als die einsetzenden Krämpfe aufwenden kann.

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Datum: Sunday, 20. September 2009 13:28
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4 Kommentare

  1. 1

    Eben so ergeht es mir auch… dabei ist ein Frühstück mit Kaffee, ZEIT und Zeit Entspannung und ein geruhsamer Start in den Tag…

    den tag öfter mal mit zeit beginnen…

  2. 2

    Das Zeitproblem hatte ich mit der ZEIT seinerzeit auch. Zum Lesen an sich jedoch half stets der große Küchentisch, auf dem die ZEIT dann zeitweise ausgebreitet wurde. 8-)

  3. 3

    Heute beim Frühstück habe ich die ZEIT beendet, die ich vor dem Schreiben dieses Artikels kaufte.

  4. 4

    Ich mag die ZEIT, weil man sie über die ganze Woche verteilt lesen kann und etwas an Hintergrundinfos erfährt… Ich würde nie auf die Idee kommen, sie morgens wie eine Tageszeitung zu bearbeiten :D

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