Mainstreamfarben

Wednesday, 13. January 2010 1:14

Nachdem Finja neulich berichtete, im stabilo Visco ihren Stift für’s Leben gefunden zu haben, zog ich nun selbst aus, jenen zu begutachten. Wie in vielen anderen Bereichen des Lebens bin ich auch in der Frage des Schreibstiftes noch ziemlicher Single und trotz einiger teils heftiger Affären habe ich noch nicht den Richtigen gefunden.

Ein kurzer Zwischenwurf: Kenn jemand einen brauchbaren und erreichbaren Schreibwarenladen in Magdeburg? Der im Allee-Center hat offenbar zugemacht. Oder ist er nur umgezogen und ich habe ihn nicht wiedergefunden?

Und zurück zur eigentlichen Erzählung: In oben eingeschobener Ermangelung eines brauchbaren Schreibwarenladens bin ich zu Karstadt gegangen und habe dort die Stifte ausprobiert.

Finja hat Recht, sie schreiben sich wirklich gut. Aber leider waren sie nur in absolut modischen* Farben vorhanden: hellblau, hellgrün, orange und violett.

Wer denkt sich sowas aus???

* das heißt für den täglichen Gebrauch völlig unvertretbar …

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Sprachlos

Saturday, 2. January 2010 20:07

Irgendwie bin ich gerade, so rein blogtechnisch, ein wenig sprachlos. Quasi eine lang anhaltende Montagmorgenstimmung. Über Ursachen werde ich nicht spekulieren; dass zu wenig los ist, kann ich eigentlich nicht behaupten. Aber im Strudel der Themen hat sich außer Fetzen und Fragmenten nicht viel an die Oberfläche gewagt.

Im Konzept klafft noch eine Lücke zwischen den 140 Zeichen für Twitter und dem Anspruch eines Blogeintrags. Und rein technisch hab ich mein Notizbuch zu selten dabei und noch immer kein Cafe, in dem ich schreiben mag.

Dafür bin ich wieder lesewütiger und auch bei Goodreads zu finden. Und hinter dem Stapel Bücher, der demnächst gelesen werden möchte.

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Verblendung

Saturday, 7. November 2009 19:29

Am Anfang stand – wie so oft – die Idee, einfach nur mal wieder ins Kino zu gehen. Während der Arbeitswoche komme ich selten dazu, weil ich zu Zeiten, zu denen Filme starten, oft noch im Büro sitze oder andere Termine habe und die Magdeburger Filmlandschaft Spätvorstellungen nur noch an sehr ausgewählten Tagen zu Verfügung stellt. Ein Samstagabend zur Spätvorstellungszeit hielt dann für den Kinobesuch her.

Das Angebot der Filme wirft mich schon lange nicht mehr um, aber hier und da ist etwas dabei, das spannend ist oder das ich mag, weil es in irgendeiner Form Fiktion ist, die ich mir gern anschaue. In diesem Fall hatte jedoch schon vorher etwas komplett anderes meine Aufmerksamkeit erregt. Der Film “Verblendung” wurde sehr reißerisch angekündigt, die Vorschau versprach trotzdem einen interessanten Inhalt.

Zunächst konnte ich mich gar nicht entscheiden, ob ich die Romanvorlage von Stieg Larsson lesen oder doch den Film schauen sollte. Also wurde das allesbeinhaltende Weltnetz befragt – wenn auch nur in sehr kleinen Stichproben. Auf der Krimi-Couch gab es eine sehr mäßige Kritik zum Buch: Ein Rahmen, der nicht so recht zur eigentlichen Geschichte passt, Fehler im Aufbau der Geschichte, langatmig und letztendlich “nicht sonderlich originell”. Angesichts meine Stapels noch zu lesender Bücher also eher kein Zuwachs. Wesentlich freundlicher bis hin zu romantisch waren da eher die Beschreibungen des Films*, den man nach Meinung einiger Blog-Autorinnen unbedingt sehen muss. Mit der Alternative “Final Destination 4″, die mich maximal wegen des Untertitels “Rest in pieces” zum Schmunzeln bringt, war die Wahl getroffen. “Verblendung” in einer Samstagkinospätvorstellung.

Den Inhalt des Films möchte ich an dieser Stelle nicht wiedergeben, dafür gibt es genügend andere Quellen, z.B. Wikipedia.

Ich empfand den Beginn des Films als sehr seicht. Es passiert nichts, was nicht auch in anderen Filmen schon verarbeitet wurde: Verlorener Prozess, Karrierezweifel, Auszeit, hingeworfene Arbeit, enttäuschte Kollegen. Der Protagonist Mikael Blomkvist wird recht typisch eingeführt. Auch Lisbeth Salander, die zweite Hauptfigur, wird krass, aber nicht ungewöhnlich beschrieben. Wie sehr ihre Vorgeschichte zur Geschichte des Films passt, zeigt sich erst langsam und wird so recht erst im Nachhinein bewusst. Die fehlenden Zusammenhänge haben mich während des Films öfter zu der Frage gebracht, warum diese oder jene Szene überhaupt vorhanden ist oder so umfangreich dargestellt wurde.

Vordergründig geht es darum, einen Mordfall aufzuklären, der Jahrzehnte zurückliegen soll. Bei der Recherche kommt eine Reihe von sexuell motivierten Morden ans Tageslicht und neben gar unfriedlichen Familienverhältnissen werden schlussendlich auch die Schuldigen ausgemacht. Alles in feiner Krimimanier mit Verwechslungen, Unsicherheiten, einem Happy-End in letzter Minute und bösem Ende für die Übeltäter.

Hintergründig beschäftigt sich der Film so intensiv mit den Themen Vergewaltigung und sexuelle Nötigung, dass ich fast autobiographische Hintergründe unterstellen mag. Lisbeth Salander erlebt selbst im Film eine sehr brutale Vergewaltigung, deren Darstellung ich auch unter dem Argument künstlerischer Schockwirkung extrem empfand, für die sie sich nicht weniger brutal und sehr nachhaltig rächt. Insgesamt ist Lisbeth Salander ein sehr intelligenter, aber auch sehr unverstandener und getriebener Charakter. Ihre Erfahrungen motivieren sie dann wohl auch dazu, in den Fall einzusteigen.

Mit Fortschreiten der Handlung entwickelt sich zwischen den Hauptcharakteren ein Verhältnis, das einerseits Anziehung, andererseits aber auch massive Angst voreinander und vor einer Abhängigkeit wiederspiegelt. Da trifft der romantisch verträumte Journalist auf eine verschlossene, eiskalt erscheinende und nur punktuell verfügbare Hackerin mit gewalttätig verstörter Kindheit, die sich an ihn heranlässt, ohne dass er dabei etwas nehmen könnte. Leider ist das auch alles, was der Film aus dem Verhältnis gemacht hat. Das Ausmalen der Möglichkeiten, Konsequenzen und innerer Handlungen der jeweiligen Charaktere bleibt dem Zuschauer als Hausaufgabe überlassen, dabei hätte das sehr gut in den Film hineingepasst. Vielleicht spricht mich dieser Aspekt aber auch nur deshalb so sehr an, weil er mich an persönliche Erfahrungen erinnert.**

Der Film hat, wie oben schon erwähnt, ein Happy End. Eines, das mich verwirrt hat, weil ich bis jetzt noch nicht entscheiden konnte, ob einfach nur ein schönes Ende her musste, oder ob die Figur der Lisbeth Salander letztendlich doch nur aus stereotypen Vorurteilen zusammengesetzt wurde. Ihr Wandel, auch wenn er nur angedeutet wird, schwingt sehr die Moralkeule. Ein wenig Lisbeth bleibt, aber letztendlich verschwindet die Figur, wie sie war und wird durch eine neue ersetzt. Flucht aus der ungeliebten Existenz oder ein moralischer Sieg? Dieser würde den Film entwerten, der doch die ganze Zeit dargestellt hat, warum es diesen moralischen Sieg eben nicht geben kann.

“Verblendung” muss man sich anschauen, um den Film anschließend mit Kenntnis aller Teile noch einmal zusammenzusetzen. Dann regt er zum Nachdenken an. Genau dazu ist der Abspann auch sehr gut geeignet***, der insbesondere mit der musikalischen Untermalung nicht versucht, Aufmerksamkeit zu erheischen, sondern eine fast meditative Stimmung verbreitet.

Wer jetzt eine Empfehlung sucht, muss leider enttäuscht werden. Ich bereue es nicht, den Film gesehen zu haben – im Gegenteil konnte ich sehr viel darüber nachdenken. Aber es fällt mir ebenso schwer, ihn als guten Film darzustellen. Auf jeden Fall etwas anderes als Popcorn-Kino, und schon allein deshalb sollte es mehr Filme dieser Art geben. ****

* Offenbar habe ich trotzdem keine so ernst genommen, dass ich irgendeinen Link abgespeichert habe. Meine Sammlung schweigt diesbezüglich und kann sich nur an die Buchkritik erinnern.

** Bevor jemand spekuliert: Die Erinnerung geht um drei Ecken und hat nichts mit irgendeiner Form von Vergewaltigung zu tun.

*** Wenn nicht eine halbe Minute vor Ende des Abspanns ein Kinomitarbeiter hereinkommt, den Ton ausstellt und fragt, ob er denn die Tiefgarage abschliessen koenne. Ich hoffe, das passiert mir nicht noch einmal.

**** Der Film gehört zur Reihe der Millenium-Trilogie, der nächste Teil kommt wohl im Februar 2010.

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Gedanke zur Null

Thursday, 22. October 2009 21:53

Natürliche Zahlen repräsentieren Klassen gleichmächtiger Mengen.

Die Menge der natürlichen Zahlen enthält vollständig und ausschließlich die Repräsentanten der Klassen gleichmächtiger Mengen.

D.h.

  1. es gibt kein Element der Menge natürlicher Zahlen, das nicht eine Klasse gleichmächtiger Mengen repräsentiert
  2. und es gibt keine Menge, deren Mächtigkeit nicht durch eine natürliche Zahl repräsentiert wird.

Die Zahl Null ist genau dann eine natürliche Zahl, wenn die Existenz einer leeren Menge angenommen wird.

Man kann diese Überlegung mengentheoretisch infrage stellen. Als ich das gestern Abend niederschrieb war da aber niemand, der das tat.

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Montagmorgen

Monday, 19. October 2009 10:58

Oder später Montagvormittag, wie der gesellschaftlich vorgegebene Tagesablauf die aktuelle Stunde benennt.

So ganz habe ich den Übergang noch nicht geschafft. Hinter mir ein  Wochenende  mit Verblendung im Kino, einer Stunde Taizé und drei sehr verschiedenen, schönen Abenden im Flower, vor mir eine Woche, die viel Neues bringt und dazwischen Eindrücke, die raus wollen, sich aber noch nicht trauen, weil sie sich noch putzen müssen – stelle ich gerade fest.

Mehr dazu also bestimmt später. Jetzt ist Montagmorgen.

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Déjà-vu – aber woher?

Sunday, 11. October 2009 20:26

Ursprünglich sollte der Titel anders lauten. Ursprünglich wollte von einem unerwarteten Zusammenhang schreiben, nämlich in Form zweier gleicher Zeilen in völlig unterschiedlichen Gedichten.

Das erste ist die Dichtung Die Unsterblichen aus Hesses Steppenwolf, die dem Protagonisten in den Sinn kommt, während er auf seine Geliebte wartet. Die dritte Zeile der zweiten Strophe – “Kennen keine Tage, keine Stunden” – hat eine spontane Assoziation hervorgerufen.

Das zweite Gedicht … ist inzwischen unwichtig. Denn dort hat die Zeile zwar die gleiche Struktur, jedoch eine gänzlich andere Bedeutung.

Das ist einerseits gut, denn die Verbindung hat mich verwirrt. Ein Zusammenhang wäre interessant, aber auch sinnverkehrend. Andererseits stehe ich nun mit einem offenen Déjà-vu da. Woher kenne ich die Zeile? Oder das Gedicht?

Den Steppenwolf zu lesen kann ich im übrigen empfehlen, wenngleich ich die Warnung am Anfang unterstreiche: Nur für Verrückte!

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Zeit für ZEIT

Sunday, 20. September 2009 13:28

Weiter geht es: Ich will lesen. Eigentlich ja online, denn so sehr es den Verlegern schadet, weil sie ihr veraltetes Medium retten wollen, anstatt neue Geschäftszweige zu erkunden, so sehr sind wir online auch noch nicht so weit, immer und überall gleichermaßen gut lesen zu können.

Mein Unvermögen, mir über die Höhen, Tiefen und Richtungen diverser Printmedien im Klaren zu sein – es beschränkt sich quasi auf ein “nicht die BILD” – treibt mich dann immer wieder zur ZEIT (die ich hier konsequent groß schreibe, um sie als ebendie Wochenzeitung von jener gefühlt kosmischen Urgröße abzuheben): Meine Mischung aus Niveau, das ich lesen mag und einer Art zu schreiben, die mich ablehnen lässt, ohne mich abzulehnen und die immer wieder neue Ideen und Einblicke liefert.

Einziger Nachteil: Um die ZEIT zu lesen, braucht man viel Zeit – mehr, als ich gemeinhin habe. Der tägliche Versuch eines geregelten Frühstücksablaufs inklusive Medienschau funktioniert nicht, wenn ich dabei eine Stunde lesen muss. Zu oft bleibt mir diese Stunde nicht und neben einer einzigen Zeitung will noch Anderes gelesen werden. Neuer Plan: Jeden Tag die interessantesten Artikel eines Abschnittes. Auch das wird nicht ganz klappen, aber vielleicht bringt es mich dem Ziel ein Stück näher. Vielleicht schaffe ich die ZEIT mal innerhalb einer Woche, um dann direkt mit der nächsten ZEIT fortfahren zu können. Vielleicht lerne ich dabei auch, eine Zeitung so zu halten, dass sie nicht in ihre Einzelteile zerfällt und ich gleichzeitig mehr Konzentration auf den Artikel als die einsetzenden Krämpfe aufwenden kann.

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Stadtkaffee

Sunday, 20. September 2009 13:24

Der Kaffee-zum-Mitnehmen ist mir heute etwas verunfallt.

Ich habe ganz verdrängt, dass wir zu Espresso-und-Derivat-Zeiten als “Kaffee” nur noch das vernachlässigte Gebräu aus der Verliererkanne bekommen und der moderne Mensch einen Amerikano bestellt; als stadtevolutionären Kompromiss zwischen Latte Macciato und dem althergebrachten Morgenverlegenhheitsgetränk deutscher Haushalte. Ich lerne und merke mir.

Normalerweise trinke ich eh den nativen Espresso beziehungsweise dessen magenfreundliche Milchschaumvariation “Cappuccino”.  Heute aber mal den Verliererkaffee aus einem Pappbecher, der mir verspricht: “Individueller Geschmack ist ein Grundrecht!” Dieser Geschmack ist mir allerdings zu individuell.

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Wien Flughafen, an einem Mittwochmorgen

Wednesday, 9. September 2009 8:51

Erster Pluspunkt für den Wiener Flughafen: Es gibt freies WLAN. In Deutschland, speziell Hannover und Berlin (SXF und TXL) ist mir das noch nicht begegnet und auch die Züricher wollen erstmal Kreditkartendaten haben. Hier kann ich während der Wartezeit auf den nächsten Flug einfach mal eine Runde surfen – oder bloggen.

Seit halb neun herrscht bei mir orangefarbene Flughafencafe-Atmosphäre. Bei einem Cappuccino – meine Verdienstbescheinigung habe ich ja schon pauschal hinterlegt – und angenehmer Hintergrundmusik. Zusätzlich untermalt vom vielsprachigen Gemurmel einer flughafentypischen Cafeausstattung. Ansonsten ist die Stimmung überwiegend müde. Wenn man als Nachteule um drei aufstehen muss, gibt es halt auch nicht signifikant mehr als drei Stunden Schlaf. Von zehn bis Mitternacht habe ich doch nur gedöst. Dafür werde ich heute Abend um so schneller einschlafen, wenn ich denn irgendwann das Bett finde. Konferenzmodus.

Fliegen wird unaufregend; ich bin irgendwo um den 30. Flug, aber eine Premiere gab es: Zum ersten Mal eine PilotIN! Und, wie ich bei Twitter schon schrieb: Das war der sanfteste Flug, den ich erlebt habe. Kaum Turbulenzen, sanfte Flugmanöver und eine Landung, von der fast nichts zu merken war. Im Vergleich zum Sprung auf den Brüsseler Flughafen möchte ich meinen, ich sei noch in der Luft. Mal sehen, wie der Anschlussflug wird.

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Die Farbe Rot

Sunday, 6. September 2009 19:32

In einem Anflug spontaner Abendgestaltung bin ich gestern gegen neun Uhr zu Jane ins Auto gesprungen und habe mich nach Dessau-Roßlau mitnehmen lassen. Dort fand das 12. Farbfest statt, in diesem Jahr in der Farbe Rot. Meine Eindrücke habe ich gestern schon sehr kurz als “Interessant” umschrieben. Dorthin sind sie letztendlich auch konvergiert.

Insgesamt herrschte natürlich Bauhaus-Atmosphäre, visuell war rot die vorherrschende Farbe, durschmischt von grünen Kontrapunkten. Mit Ausnahme der Toiletten, die waren ausschließlich grün. Anfangs dachte ich, dass die Farbe signifikant stimmungsbeinflussend sei, letztendlich war das aber nicht der Fall. Vielleicht fehlte auch nur der Vergleich.  An verschiedenen Stellen waren Sprüche an die Wände projiziert, aber es war zu voll, um eingehend darüber nachzudenken. Einige hätte ich gewiss getwittert, wenn meine Ausrüstung das zugelassen hätte.

Auditiv war das Konzept durchmischter; ich habe jedenfalls so ziemlich alles mal gehört. Der Disco-Raum war mir (jetzt kommt’s!) zu leise; oder zu unausgeglichen. Die Bässe waren massagefähig, aber im oberen Spektrum kam nicht viel. Möglicherweise ist mein Hörbereich aber auch noch nicht angepasst genug. Eigentich waren wir – jedenfalls die anderen beiden – aber wegen Winterspring da, die so ziemlich gegen Ende des Programms aufgetreten sind. Nicht meine Musik, aber auch kein Grund wegzulaufen. Leider konnten sie den spontanen Stromausfall nicht unplugged überbrücken, ansonsten aber eine Show, bei der ich mal gut abschalten konnte.

Ich hätte wohl insgesamt mehr Eindrücke mitgenommen, wenn es nicht so voll gewesen wäre. Andererseits leben Veranstalungen natürlich von Besuchern. Ein Balanceakt. Trotzdem finde ich es gut, da gewesen zu sein.

Noch eine Erkenntnis zum Schluss: Emos sind auch nicht mehr, was sie mal waren. Einige waren unter ihren schwarzen Augenringen in Wirklichkeit pink.

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