Beitrags-Archiv für die Kategory 'Gedanken'

Ich gehe nicht ins Internet!

Monday, 25. June 2012 22:57

Es ist zwar schon eineinhalb Monate her, dass über den neuen Selbsttest zur Internetsucht der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) berichtet wurde (z.B. durch heise online), aus verschiedenen Gründen1 habe ich ihn aber erst heute ausprobiert.

Das Ergebnis fiel entsprechend meiner Erwartung aus: ich bin zwar nicht süchtig, aber – natürlich! – suchtgefährdet!

Was läuft da schief in meinem Leben? Ich habe wahrheitsgemäß angekreuzt, dass ich wenig spiele und mir Bekanntschaften wichtiger sind als das Internet. Ich habe auch wahrheitsgemäß angekreuzt, dass ich meine Hausaufgaben und Hausarbeit nicht schneller oder schlechter erledige, nur damit ich bald ins Internet gehen kann. Aber: Ich habe auch wahrheitsgemäß angekreuzt, dass ich in meiner Freizeit acht Stunden am Tag im Internet verbringe.

Moment: das ist ja meine ganze Freizeit! Suchtgefährdet!!!

Ich lehne mich etwas zurück: Arbeitsbedingt verbringe ich natürlich viel Zeit im Internet. Das gehört zur Forschung inzwischen einfach dazu und ich kenne niemanden, der in der Bibliothek ein Lexikon aufsucht, um einen Begriff nachzuschlagen. Das geht mit Suchmaschinen im Internet einfach viel schneller und bequemer vom Schreibtisch aus! An dieser Stelle war ich geneigt, „berufsbedingt“ zu schreiben, aber ich kann an diesem Verhalten keine berufliche Präferenz mehr feststellen. Ich fühle mich im Gegenteil oft selbst eher noch altmodisch offline, wenn ich mein Nutzungsverhalten mit dem anderer Bekannter/Freunde/Kollegen vergleiche.

Der Schuldige lässt sich vielmehr (stellvertretend) durch folgende Testfrage benennen:

„Wie oft freust du dich bereits auf deine nächste Internetsitzung?“ (Seite 14 des Fragebogens)

Dabei habe ich auch hier wahrheitsgemäß mit „Nie“ geantwortet. Denn: Es gibt keine nächste Internetsitzung! Markus Beckedahl hat das in einem Interview für den Tagesspiegel anlässlich der re:publica2 sehr treffend formuliert:

„Keiner geht hier mehr ins Internet. Das Internet ist einfach da.“

Ebenfalls gut dargestellt in folgendem Tweet3

Jetzt muss man dem Test zugute halten, dass er für Jugendliche erstellt wurde, die laut Norm wohl nicht den ganzen Tag mit dem Smartphone herum rennen sollten und deshalb auch nur zu bestimmten Zeiten ins Internet gehen.4 Allerdings frage ich mich, ob der Test dann überhaupt noch die Realität erfasst? Ich bin schlichtweg zu alt, um zu den Digital Natives gehören zu können, und selbst ich fühle mich von diesem Test massiv missverstanden.

„Ins Internet gehen“ heißt für mich:

  • Internetbedürfnis entwickeln
  • Modem einschalten
  • PPP-Daemon (oder ein anderes Einwahlprogramm) starten
  • Einwahl abwarten, dabei zuhören, ob alles funktioniert
  • etwas so schnell wie möglich im Internet tun, weil nebenbei die Uhr tickt5
  • die Internetverbindung explizit abbauen
  • das Modem wieder ausschalten

Das habe ich vor 12 Jahren zum letzten Mal so gemacht.

Wie geht man heute ins Internet? Muss ich dafür den Browser öffnen? Mein Handy ist doch auch online … oder muss ich mir explizit vornehmen, ins Internet zu gehen? Aber was soll ich da? Die Umfrage hat Online-Spiele und Arbeit explizit ausgeschlossen. Dort ging es um Freizeit im Internet. Ich gucke hin und wieder etwas auf Youtube an. Bin ich dafür im Internet? Wenn ich die Filme vorher herunterlade und sie dann schaue, zählt das dann nicht als Internet-Zeit? Ich finde es erschreckend, wie sehr diese Studie an der Nutzungsrealität vorbei geht. Es zählt doch auch niemand, wie lange ich telefoniere!6 Wie war das eigentlich damals, als ich beim Nachschlagen einzelner Begriffe im Lexikon7 stundenlang Dinge gelesen hat, die gar nicht zur eigentlichen Aufgabe gehörten? Warum hat niemand versucht, mich vor Lexika zu retten?

Um keinen falschen Eindruck zu erwecken: Ich halte Medienkompetenz für eine sehr wichtige Fähigkeit, ebenso wie ich deren Vermittlung für eine Aufgabe halte, der wir8 uns viel zu wenig widmen. Ebenso wichtig ist es, zu erkennen, wenn jemand von einem Medium derart gefangen wird, dass dessen Nutzung schädlich ist. Nur ist „das Internet“ inzwischen viel zu viel, als dass nur dessen Nutzung an sich uns etwas darüber verraten kann, wie es genutzt wird und ob es sich um ein „gutes“ oder ein „schlechtes“ beziehungsweise „schädliches“ Nutzungsverhalten handelt. Ein entsprechender Test sollte sich IMHO viel mehr auf einzelne Nutzungsaspekte konzentrieren und diese erfragen. Dann hilft er auch den Jugendlichen.

 

TL;DR

Liebe Mitarbeiter der BZgA: Achten Sie doch bitte bei der Erstellung solcher Tests darauf, dass sie auch die Realität der Zielgruppe sinnvoll widerspiegeln!

  1. namely: beim ersten Test funktionierte die Seite mit dem Test einfach nicht und dann verging eine Weile, bis ich es wieder versucht habe … []
  2. ja, ist schon eine Weile her! []
  3. Everything is a remix: Das ist sicher nicht das Original und nicht der einzige Tweet, der diese Aussage verpackt! []
  4. Meine eigene, ziemlich eingeschränkte und konservative Meinung. Warum sollten sie eigentlich nicht?! []
  5. das waren mal muntere drei Pfennige pro Minute! []
  6. Gibt es Studien über Menschen, die stundenlang der Zeitansage zuhören? Gibt es so etwas? Wird denen geholfen? Vielleicht mit einer telefonischen Umfrage? []
  7. ja, sooo alt bin ich! []
  8. sowohl die Schulen als auch jeder einzelne von uns []

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1,70 € sind auch keine Lösung

Thursday, 12. April 2012 20:23

Vor nicht allzu langer Zeit schrieb Chris über die Benzinpreiserhöhungen, 1,70 € seien noch lange nicht genug. Die Argumentation ist schlüssig: Wenn wir bedenken, dass das Erdöl, welches ein wichtige Rohstoff vieler Alltagsgegenstände ist, einfach verfeuert wird, um diese Gegenstände und uns in der Gegend herumzukutschieren und unserer Bequemlichkeit zu dienen, kann der Preis für Benzin gar nicht hoch genug angesiedelt werden. Wir sollten nicht bezahlen, was die Förderung kostet, sondern was der Ersatz dieses verfeuerten Liters wert ist.

Als Stadtmensch konnte ich da bedenkenlos zustimmen. Das Auto ist für mich ein Luxus, den ich nur selten brauche. So selten, dass ich mir nach Ableben meines aktuellen Autos1 kein neues kaufen, sondern mich im wirklichen Bedarfsfall auf Mietwagen und Car-Sharing-Angebote verlassen werden. Die Kalkulation ergibt, dass das schon ohne Benzinverbrauch kostengünstiger ist. Alles andere erledigen die öffentlichen Verkehrsmittel.

Diese Zustimmung wurde am Osterwochenende herausgefordert, als ich meine Familie besuchte, die in ländlicher bis sehr ländlicher Gegend wohnt. Mit eigenem Garten, großen Wiesen, Wald und unter dem Strich wahrscheinlich einer besseren CO2-Bilanz als ich in meiner Stadtwohnung. Nur gibt es in dieser ländlichen Gegend vor allem sehr viel Platz, den zu überwinden es gilt.  Mit der Bahn zum Bahnhof : kein Problem. Ab da gilt es, Strecken zwischen 3 und 15km zu überwinden. Öffentlicher Nahverkehr ist vorhanden; überwiegend aber, um Schulkinder morgens zur Schule und Nachmittags nach Hause zu bringen. Am Osterwochenende ist das nicht relevant. Die Buslinien, die es gibt, fahren eher ökonomisch sinnvoll als praktikabel und für die Kosten einer Taxifahrt darf ich die öffentlichen Verkehrsmittel in Magdeburg einen Monat lang nutzen. Man könnte jetzt argumentieren, dass diese Menschen ja in die Stadt ziehen können. Aber dann müssten wir auch alle ans Mittelmeer ziehen, um Heizenergie zu sparen und ob eine Stadt so viel energieeffizienter ist, ist auch fragwürdig.

Die Folge ist, dass jeder, der es sich finanziell und körperlich leisten kann, dort ein Auto besitzt und dieses auch ausgiebig nutzt. Alle anderen bleiben zu Hause und lassen sich versorgen. Zwar fahren Bäcker und Fleischer über die Dörfer2, von einer mobilen Drogerie oder Apotheke habe ich aber noch nichts gehört. Selbst wenn man mit dem Bus den Weg zum nächsten Supermarkt geschafft hat – und in der Nähe des Supermarkts gibt es keine Bushaltestelle – muss man seine Einkäufe auch noch nach Hause schaffen. Kurz, ohne Auto ist man echt aufgeschmissen!

Der einzige Effekt, den die Benzinpreiserhöhungen haben, ist eine Erhöhung der Lebenserhaltungskosten.

Das heißt natürlich nicht, dass das Auto und die Verbrennung von Erdöl die einzige gangbare Lösung sind. Was mich aber stört, ist der Weg, auf dem das Problem angegangen wird. Anstatt individualisierten öffentlichen Nahverkehr anzubieten3  oder die Elektromobilität4 auf dem Land zu fördern, ganz zu schweigen von der oben angedeuteten Möglichkeit, andere Services mobil zu machen.

Ich denke, dass es nicht ausreicht, einfach nur den Treibstoff teurer zu machen. Es müssen gezielt Aufbau und Förderung von Alternativen stattfinden und es muss differenziert werden, welche Mobilität notwendig ist! Dann wird es eines Tages überflüssig, einen halben Meter über der Straße Benzin zu verbrennen, um Menschen und Waren zu bewegen.

  1. was recht bald der Fall sein könnte []
  2. mit dem Effekt, dass die Dorfbäcker überwiegend pleite sind []
  3. Ich habe das in Südfrankreich erlebt: Wer dort in das Hinterland wollte, konnte eine Hotline anrufen und angeben, welche der ausgeschriebenen Linien er nutzen wollte. Dort fuhren dann kleinere Busse. Praktisch gab es also einen Fahrplan, der aber nur umgesetzt wurde, wenn es auch Interessenten gab. Die Kosten entsprachen denen einer normalen Busfahrt. []
  4. Der Vorteil der Elektromobilität ist die Entkopplung von Energieerzeugung und -nutzung. Wenn uns eines Tages eine bessere Art einfällt, Strom zu erzeugen, müssen wir nicht erst alle Autos austauschen, wie das jetzt der Fall ist. []

Thema: Gedanken, Lebensgefühl | Kommentare (0) | Autor:

Vertwittert

Friday, 25. November 2011 23:47

Bilanz nach zwei Jahren Twitter: 1862 Tweets, 116 Followers und immer weniger Blödsinn in der Timeline. Mann, was habe ich früher alles  gepostet?! Aber das musste wohl so sein im Kurznachrichtenhype. Und wie ich selbst schon einmal bemerkte: Gedankenknappheit auf 140 Zeichen – wir beschneiden uns selbst und in der Kürze einer Nachricht geht nicht selten auch ihr Potential verloren.

Auf der anderen Seite verhungert hier gerade ein Blog, das viel mehr Platz zum Austoben bietet, in dem ich meine Gedanken besser entfalten und überlegter darlegen kann. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, noch einmal darüber nachzudenken, ob dieser Gedanke überhaupt in die Welt gebracht wird.

Deshalb gibt es ab jetzt die Kompromisslösung: Statuskram à la Bin-Gut-Gelandet oder Scheißwetter-Gelaber-Da-Draußen sowie Linkempfehlungen und Social Communication bleiben weiter auf Twitter, der Rest wird notiert, aber nicht gleich in die Welt gezwitschert. Lieber möchte ich diese Gedanken doch wieder ausdenken und an anderer Stelle präsentieren; zum Beispiel hier. Damit sollte die Schreibmaschine in dieser oder jender Form auch wieder aktiver werden.

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Zeichenpause

Wednesday, 23. March 2011 15:32

Kurze Pause am Nachmitag. Was seht ihr?

Selbst zeichnen bei Paint Online.

 

Thema: Gedanken | Kommentare (5) | Autor:

Freizeitlos?

Wednesday, 5. May 2010 1:11

Mir wurde gerade einmal wieder vor Augen geführt, dass ich relativ viel und recht lange arbeite. Das bringt mich selbst oft zum Nachdenken und zu der Frage: Muss und darf das so? Andererseits: Brauche ich mehr Freizeit?

Dieses Freizeitkonzept seziere ich gerade und es bleibt nicht viel davon übrig. Bei einer Trennung zwischen Arbeit und Freizeit müssen wir von einem Zwang ausgehen; von einer Unfreiheit, mit der ein Teil des Tages verbracht wird. Als Gegenleistung für einen gewissen Lohn, der üblicherweise monatlich auf dem Konto landet. Natürlich habe ich auch vieles zu tun, das mir keinen Spaß macht. Doofe Aufgaben gibt es halt immer. Aber insgesamt mache ich doch den ganzen Tag, was ich sonst auch in meiner Freizeit gern täte — nur halt bezahlt. Letztendlich kommt es doch darauf an, seinen Lebensunterhalt mit etwas zu verdienen, was man gern tun mag.

Das klingt jetzt fürchterlich arrogant. Gegenüber allen, die mehr Verpflichtungen haben, eine Familie ernähren oder für andere Menschen sorgen müssen. Nicht jeder hat das Glück, von seiner Lieblingsarbeit gut leben zu können. Und doch halten sich so viele unnötig gefangen. “Aber ich kann doch nicht…” — da frage ich mich immer: Warum denn nicht? Wenn ich einmal kritisch überdenke, wozu ich mich gezwungen, genötigt, angehalten fühle, bleibt davon nicht vieles übrig. So vieles ist letztendlich freiwillig und oft stört nur die Angst vor der Veränderung den Gedanken, etwas aus dem Weg zu räumen, das nicht gemocht wird. Na klar gibt es Verpflichtungen und auch langfristige Zielstellungen, für die sich kurzfristige Unannehmlichkeiten lohnen. Aber ganz unzufrieden sollte niemand sein müssen.1

Neben einer Arbeit, die Spaß macht, ist auch noch wichtig, wie sie über den Tag verteilt wird. Ich habe mich ein halbes Jahr lang an einem Achtstundentag versucht. Erfolglos. Dieses Konzept, um neun ins Büro zu gehen, dort genau 8 Stunden lang (abgesehen von den Pausen) genau die benötigte Produktivität und Kreativität aufzubringen, die der Job verlangt, um  gegen 17 Uhr wieder zu Hause zu sein und den Tag mit “Freizeit” zu füllen, passt weder zu meiner Arbeitsweise noch fördert es Ideen. Mit fällt unter der Dusche ein, wie sich ein bestimmtes Problem lösen lässt2 oder beim Abwaschen. Ich habe nach dem Mittagessen keine Lust auf Arbeit, wohl aber abends um zehn. Wer es vermag — und auch das ist natürlich von der Art der Arbeit abhängig — sollte seinen Chef überreden, dann zu arbeiten, wann es dem persönlichen Empfinden entspricht. Als Gegenleistung muss man sich die Disziplin abverlangen, trotzdem das Soll zu erfüllen. Keine schwere Aufgabe, wenn die Arbeit selbst ein Stück Freizeitgestaltung ist.

Wenn der Tagesablauf frei ist, lässt sich darum jedes weitere Hobby flechten. Nachmittags an die frische Luft? Kein Problem, dann wird halt Abends nochmal gearbeitet. Mal einen Tag freimachen? So es die Termine erlauben, kann auch mit Wochenendtagen getauscht werden. Warum muss man sich bremsen, wenn Samstag Lust auf eine bestimmte Aufgabe aufkommt? Warum quälen, wenn der Mittwochmorgen bettaffin ist?

Alles unter dem Vorbehalt, dass die Arbeit es zulässt. Wer Öffnungszeiten hat, muss auch da sein. Das zählt quasi als ein Termin — und für die gilt auch: Termine werden eingehalten und sollten nicht allzu oft verschoben werden. 3 Meine Beobachtung ist aber, dass sich Menschen mit derartig festgelegten Arbeitszeiten selten darüber beschweren. Oft sind es nur die, die auch tatsächlich etwas daran ändern könnten. Vielleicht eine Reaktion auf den unbewussten Frust, der durch einen vermeidbaren Zwang entsteht. Langfristige Null-Bock-Phasen lassen sich damit auch nicht beheben. Wer nie arbeiten mag, sollte an seiner Aufgabe arbeiten. Kurzfristige Unlustphasen lassen sich so gut überbrücken.

Unterm Strich steht für mich: Ich habe keine dedizierte Freizeit. Da sind wenige Stunden, in denen ich unerreichbar bin oder nicht doch hier und dort mal etwas über die Arbeit aufploppt. Andererseits habe ich auch selten das Gefühl, etwas nicht tun zu können, weil es die Arbeitszeit verbietet. Selbst ein expliziter Feierabend ist möglich, wenn ich irgendwann beschließe, für den Rest des Tages nichts mehr zu machen. Was letztendlich nur heißt, mich nicht mehr an Verpflichtungen zu orientieren. Denn irgendwas mache ich ja trotzem.4

Für alle, die sich jetzt denken: “Das klingt ja nett, aber bei mir ist alles anders!” Ist es das wirklich? Ich habe mir inzwischen angewöhnt, bei jeder sich ergebenden Einschränkung zu fragen: Wo kommt diese Einschränkung her? Warum kann ich sie einhalten? Welche Konsequenzen hat es, sie aufzuheben oder zu umgehen? Wenn der Bei-mir-klappt-das-aber-nicht-Punkt erst einmal überschritten ist, lassen sich erstaunlich viele Dinge sehr leicht ändern.

  1. Ich habe heute mit Schrecken gelesen, dass es doch viele Menschen gibt, die in Deutschland arbeiten und zusätzlich Sozialbeihilfen beantragen müssen — das macht mich traurig. Wir sollten doch inzwischen zu mehr fähig sein; so als Gesellschaft… []
  2. und damit bin ich nicht allein! []
  3. Mit richtiger und geschickter Terminplanung lassen sich große Teile des Tages ebenfalls freiräumen []
  4. Zum Beispiel nicht endenwollende Blogbeiträge schreiben…. []

Thema: Gedanken, Lebensgefühl | Kommentare (5) | Autor:

Sprachlos

Saturday, 2. January 2010 20:07

Irgendwie bin ich gerade, so rein blogtechnisch, ein wenig sprachlos. Quasi eine lang anhaltende Montagmorgenstimmung. Über Ursachen werde ich nicht spekulieren; dass zu wenig los ist, kann ich eigentlich nicht behaupten. Aber im Strudel der Themen hat sich außer Fetzen und Fragmenten nicht viel an die Oberfläche gewagt.

Im Konzept klafft noch eine Lücke zwischen den 140 Zeichen für Twitter und dem Anspruch eines Blogeintrags. Und rein technisch hab ich mein Notizbuch zu selten dabei und noch immer kein Cafe, in dem ich schreiben mag.

Dafür bin ich wieder lesewütiger und auch bei Goodreads zu finden. Und hinter dem Stapel Bücher, der demnächst gelesen werden möchte.

Thema: Gedanken, Lebensgefühl, Literatur | Kommentare (4) | Autor:

Gedanke zur Null

Thursday, 22. October 2009 21:53

Natürliche Zahlen repräsentieren Klassen gleichmächtiger Mengen.

Die Menge der natürlichen Zahlen enthält vollständig und ausschließlich die Repräsentanten der Klassen gleichmächtiger Mengen.

D.h.

  1. es gibt kein Element der Menge natürlicher Zahlen, das nicht eine Klasse gleichmächtiger Mengen repräsentiert
  2. und es gibt keine Menge, deren Mächtigkeit nicht durch eine natürliche Zahl repräsentiert wird.

Die Zahl Null ist genau dann eine natürliche Zahl, wenn die Existenz einer leeren Menge angenommen wird.

Man kann diese Überlegung mengentheoretisch infrage stellen. Als ich das gestern Abend niederschrieb war da aber niemand, der das tat.

Thema: Gedanken | Kommentare (2) | Autor: