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	<title>S C H R E I B M A S C H I N E</title>
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	<description>Just one of these days ...</description>
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		<title>Kein Anschluss unter dieser Nummer</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 20:58:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tux</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebtes]]></category>
		<category><![CDATA[Getipptes]]></category>

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		<description><![CDATA[Da bin ich doch in Helsinki in die Nachtverkehrsfalle getappt: Nach getaner Arbeit habe ich mir von meinen Kolleginnen vor Ort ein wenig die Stadt zeigen lassen: die wichtigsten Bauwerke, ein bisschen Geschichte und die Inseln, auf denen fr&#252;her1 die Festung gegen die Russen errichtet wurde und die heute neben vielen Touristen auch gute Restaurants [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da bin ich doch in Helsinki in die Nachtverkehrsfalle getappt:</p>
<p>Nach getaner Arbeit habe ich mir von meinen Kolleginnen vor Ort ein wenig die Stadt zeigen lassen: die wichtigsten Bauwerke, ein bisschen Geschichte und die Inseln, auf denen fr&#252;her<sup><a href="http://www.tuxathome.de/blog/2010/08/kein-anschluss-unter-dieser-nummer/#footnote_0_95" id="identifier_0_95" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="im 18. Jahrhundert">1</a></sup> die Festung gegen die Russen errichtet wurde und die heute neben vielen Touristen auch gute Restaurants mit leckeren Rentiergerichten beherbergen. Zur&#252;ck ging es mit der F&#228;hre und dann war alles ganz einfach: Mit dem Bus zur Uni und von dort aus so zum Hotel, wie das auch gestern schon sehr gut funktionierte.</p>
<p>In der Theorie ein guter Plan, in der Praxis war es dreiviertel zehn und der Wunschbus fuhr nicht mehr. An eine Routenplanung mittels Stadtplan ist hier nicht zu denken. Zwar wei&#223; ich inzwischen, wo ungefaehr sich das Hotel und die Uni befinden, die exakten Positionen auszumachen war mir bislang jedoch nicht m&#246;glich. Zudem scheinen nicht alle Linien auf dem Plan verzeichnet zu sein.</p>
<p>Gl&#252;ck im Ungl&#252;ck: Ich habe einen Schl&#252;ssel zur Uni und zum B&#252;ro bekommen, konnte dort also nachschlagen. Die <a title="Routenplanung der Verkehrsbetriebe Helsinki" href="http://www.reittiopas.fi/en/" target="_blank">Webseite zur Routenplanung</a> der hiesigen Verkehrsbetriebe gef&#228;llt mir sehr gut. Nun m&#252;sste man sich nur noch die Haltestellen in der Umgebung des Hotels merken k&#246;nnen<sup><a href="http://www.tuxathome.de/blog/2010/08/kein-anschluss-unter-dieser-nummer/#footnote_1_95" id="identifier_1_95" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Mets&auml;l&auml;ntie, Haaga ammattikoulu, &amp;#8230;">2</a></sup> und bekommt dann einen Reiseplan. Hier ist die ganze Energie  der Gestalter hineingeflossen, deshalb werden in nur wenigen Bussen &#252;berhaupt die n&#228;chsten Haltestellen angezeigt, Busse halten nur auf Wunsch, was sinnvoll ist, wenn man wei&#223;, dass man an der kommenden Haltestelle aussteigen will, also auch wei&#223;, was die kommende Haltestelle ist, jede Fahrt auf unbekannter Strecke aber zu einem Abenteuer macht. Ein Makel: In der Routenplanung steht nicht, in welche Richtung der Bus an der entsprechenden Haltestelle fahren muss, auf welcher Seite der Stra&#223;e ich also warten sollte.</p>
<p>Finnische W&#246;rter weisen eine erstaunliche &#196;hnlichkeit zur Tetris-Melodie auf: ich kann sie mir nicht merken. Also stehe ich mit einem Zettel in der Hand an der Haltestelle, die nach meinem besten Gewissen die richtige sein m&#252;sste. <sup><a href="http://www.tuxathome.de/blog/2010/08/kein-anschluss-unter-dieser-nummer/#footnote_2_95" id="identifier_2_95" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Man k&ouml;nnte nach den Abfahrtszeiten gehen, jedoch sind die wegen der optionalen Haltestellen eher Wunsch als Realit&auml;t.">3</a></sup></p>
<p>Und dann kommt der Bus. Ich halte die Hand raus, steige ein, stelle meine Frage nach der Haltestelle. Ich spreche kein Wort Finnisch, der Busfahrer offenbar kein Wort Englisch: Lost in Translation. Hier k&#228;me der Zettel zum Einsatz. Jedenfalls bei nicht-weitsichtigen Busfahrern. Ich sage nur &#8220;Haaga&#8221;,<sup><a href="http://www.tuxathome.de/blog/2010/08/kein-anschluss-unter-dieser-nummer/#footnote_3_95" id="identifier_3_95" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Doppelte Buchstaben werden lang ausgesprochen. Auch, wenn es Konsonanten sind. In Finnland gibt es ein langes &amp;#8220;P&amp;#8221;.">4</a></sup> der Busfahrer nickt und f&#228;hrt los. Ich bekomme Schicksalsmitleid, dieser Bus hat bereits eine Haltestellenanzeige.</p>
<p>Nach einer geraumen Welte dreht sich der Busfahrer um und sagt etwas zu mir. Was, werde ich nie erfahren, aber ich halte nochmals meinen Zettel hin und sage diesmal auch das &#8220;ammattikoulu&#8221;<sup><a href="http://www.tuxathome.de/blog/2010/08/kein-anschluss-unter-dieser-nummer/#footnote_4_95" id="identifier_4_95" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="ohne langes T">5</a></sup> mit auf. Er nickt und f&#228;hrt weiter, und siehe da: die n&#228;chste Haltestelle ist Ilkantie und dann kommt auch schon das Ziel.</p>
<p>Wer also weder die Landessprache spricht noch vollst&#228;ndig durch die Verkehrspl&#228;ne durchblickt sollte als immer einen Zettel mit den Zielkoordinaten dabei haben.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_95" class="footnote">im 18. Jahrhundert</li><li id="footnote_1_95" class="footnote">Mets&#228;l&#228;ntie, Haaga ammattikoulu, &#8230;</li><li id="footnote_2_95" class="footnote">Man k&#246;nnte nach den Abfahrtszeiten gehen, jedoch sind die wegen der optionalen Haltestellen eher Wunsch als Realit&#228;t.</li><li id="footnote_3_95" class="footnote">Doppelte Buchstaben werden lang ausgesprochen. Auch, wenn es Konsonanten sind. In Finnland gibt es ein langes &#8220;P&#8221;.</li><li id="footnote_4_95" class="footnote">ohne langes T</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Stiftig</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 10:37:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tux</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meta]]></category>

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		<description><![CDATA[Anfang des Jahres schrieb ich &#252;ber das Problem, angeblich gute Schreibstifte nur in &#8220;modischen&#8221; Farben zu erhalten. Hier das kurze Update: Mission Accomplished! Ich nutze nun den Stabilo pointVisco in der Farbe Schwarz zum Schreiben in fast allen Lebenslagen und bin sehr zufrieden damit. Die Kategorie &#8220;getipptes&#8221; und damit auch dieses Blog wird das wohl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang des Jahres schrieb ich &#252;ber das Problem, angeblich <a title="Mainstreamfarben" href="http://www.tuxathome.de/blog/2010/01/mainstreamfarben/">gute Schreibstifte nur in &#8220;modischen&#8221; Farben</a> zu erhalten. Hier das kurze Update: Mission Accomplished! Ich nutze nun den <a title="Stabilo pointVisco" href="http://www.stabilo.com/pages-us/products/pointvisco.php" target="_blank">Stabilo pointVisco</a> in der Farbe Schwarz zum Schreiben in fast allen Lebenslagen und bin sehr zufrieden damit.</p>
<p>Die Kategorie &#8220;getipptes&#8221; und damit auch dieses Blog wird das wohl nur marginal voranbringen – derzeit passiert mehr in meinem Skizzenbuch. Aber <a title="liebeserkl&#228;rungen" href="http://lililiebt.wordpress.com/" target="_blank">lili</a> hat ja bereits gute Vorlagen f&#252;r neue Beitr&#228;ge geliefert. :)</p>
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		<title>Freizeitlos?</title>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 23:11:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tux</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensgefühl]]></category>
		<category><![CDATA[Getipptes]]></category>

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		<description><![CDATA[Mir wurde gerade einmal wieder vor Augen gef&#252;hrt, dass ich relativ viel und recht lange arbeite. Das bringt mich selbst oft zum Nachdenken und zu der Frage: Muss und darf das so? Andererseits: Brauche ich mehr Freizeit? Dieses Freizeitkonzept seziere ich gerade und es bleibt nicht viel davon &#252;brig. Bei einer Trennung zwischen Arbeit und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mir wurde gerade einmal wieder vor Augen gef&#252;hrt, dass ich relativ viel und recht lange arbeite. Das bringt mich selbst oft zum Nachdenken und zu der Frage: Muss und darf das so? Andererseits: Brauche ich mehr Freizeit?</p>
<p>Dieses Freizeitkonzept seziere ich gerade und es bleibt nicht viel davon &#252;brig. Bei einer Trennung zwischen Arbeit und Freizeit m&#252;ssen wir von einem Zwang ausgehen; von einer Unfreiheit, mit der ein Teil des Tages verbracht wird. Als Gegenleistung f&#252;r einen gewissen Lohn, der &#252;blicherweise monatlich auf dem Konto landet. Nat&#252;rlich habe ich auch vieles zu tun, das mir keinen Spa&#223; macht. Doofe Aufgaben gibt es halt immer. Aber insgesamt mache ich doch den ganzen Tag, was ich sonst auch in meiner Freizeit gern t&#228;te &#8212; nur halt bezahlt. Letztendlich kommt es doch darauf an, seinen Lebensunterhalt mit etwas zu verdienen, was man gern tun mag.</p>
<p>Das klingt jetzt f&#252;rchterlich arrogant. Gegen&#252;ber allen, die mehr Verpflichtungen haben, eine Familie ern&#228;hren oder f&#252;r andere Menschen sorgen m&#252;ssen. Nicht jeder hat das Gl&#252;ck, von seiner Lieblingsarbeit gut leben zu k&#246;nnen. Und doch halten sich so viele unn&#246;tig gefangen. &#8220;Aber ich kann doch nicht&#8230;&#8221; &#8212; da frage ich mich immer: Warum denn nicht? Wenn ich einmal kritisch &#252;berdenke, wozu ich mich gezwungen, gen&#246;tigt, angehalten f&#252;hle, bleibt davon nicht vieles &#252;brig. So vieles ist letztendlich freiwillig und oft st&#246;rt nur die Angst vor der Ver&#228;nderung den Gedanken, etwas aus dem Weg zu r&#228;umen, das nicht gemocht wird. Na klar gibt es Verpflichtungen und auch langfristige Zielstellungen, f&#252;r die sich kurzfristige Unannehmlichkeiten lohnen. Aber ganz unzufrieden sollte niemand sein m&#252;ssen.<sup><a href="http://www.tuxathome.de/blog/2010/05/freizeitlos/#footnote_0_83" id="identifier_0_83" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich habe heute mit Schrecken gelesen, dass es doch viele Menschen gibt, die in Deutschland arbeiten und zus&auml;tzlich Sozialbeihilfen beantragen m&uuml;ssen &amp;#8212; das macht mich traurig. Wir sollten doch inzwischen zu mehr f&auml;hig sein; so als Gesellschaft&amp;#8230;">1</a></sup></p>
<p>Neben einer Arbeit, die Spa&#223; macht, ist auch noch wichtig, wie sie &#252;ber den Tag verteilt wird. Ich habe mich ein halbes Jahr lang an einem Achtstundentag versucht. Erfolglos. Dieses Konzept, um neun ins B&#252;ro zu gehen, dort genau 8 Stunden lang (abgesehen von den Pausen) genau die ben&#246;tigte Produktivit&#228;t und Kreativit&#228;t aufzubringen, die der Job verlangt, um  gegen 17 Uhr wieder zu Hause zu sein und den Tag mit &#8220;Freizeit&#8221; zu f&#252;llen, passt weder zu meiner Arbeitsweise noch f&#246;rdert es Ideen. Mit f&#228;llt unter der Dusche ein, wie sich ein bestimmtes Problem l&#246;sen l&#228;sst<sup><a href="http://www.tuxathome.de/blog/2010/05/freizeitlos/#footnote_1_83" id="identifier_1_83" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="und damit bin ich nicht allein!">2</a></sup> oder beim Abwaschen. Ich habe nach dem Mittagessen keine Lust auf Arbeit, wohl aber abends um zehn. Wer es vermag &#8212; und auch das ist nat&#252;rlich von der Art der Arbeit abh&#228;ngig &#8212; sollte seinen Chef &#252;berreden, dann zu arbeiten, wann es dem pers&#246;nlichen Empfinden entspricht. Als Gegenleistung muss man sich die Disziplin abverlangen, trotzdem das Soll zu erf&#252;llen. Keine schwere Aufgabe, wenn die Arbeit selbst ein St&#252;ck Freizeitgestaltung ist.</p>
<p>Wenn der Tagesablauf frei ist, l&#228;sst sich darum jedes weitere Hobby flechten. Nachmittags an die frische Luft? Kein Problem, dann wird halt Abends nochmal gearbeitet. Mal einen Tag freimachen? So es die Termine erlauben, kann auch mit Wochenendtagen getauscht werden. Warum muss man sich bremsen, wenn Samstag Lust auf eine bestimmte Aufgabe aufkommt? Warum qu&#228;len, wenn der Mittwochmorgen bettaffin ist?</p>
<p>Alles unter dem Vorbehalt, dass die Arbeit es zul&#228;sst. Wer &#214;ffnungszeiten hat, muss auch da sein. Das z&#228;hlt quasi als ein Termin &#8212; und f&#252;r die gilt auch: Termine werden eingehalten und sollten nicht allzu oft verschoben werden. <sup><a href="http://www.tuxathome.de/blog/2010/05/freizeitlos/#footnote_2_83" id="identifier_2_83" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Mit richtiger und geschickter Terminplanung lassen sich gro&szlig;e Teile des Tages ebenfalls freir&auml;umen">3</a></sup> Meine Beobachtung ist aber, dass sich Menschen mit derartig festgelegten Arbeitszeiten selten dar&#252;ber beschweren. Oft sind es nur die, die auch tats&#228;chlich etwas daran &#228;ndern k&#246;nnten. Vielleicht eine Reaktion auf den unbewussten Frust, der durch einen vermeidbaren Zwang entsteht. Langfristige Null-Bock-Phasen lassen sich damit auch nicht beheben. Wer nie arbeiten mag, sollte an seiner Aufgabe arbeiten. Kurzfristige Unlustphasen lassen sich so gut &#252;berbr&#252;cken.</p>
<p>Unterm Strich steht f&#252;r mich: Ich habe keine dedizierte Freizeit. Da sind wenige Stunden, in denen ich unerreichbar bin oder nicht doch hier und dort mal etwas &#252;ber die Arbeit aufploppt. Andererseits habe ich auch selten das Gef&#252;hl, etwas nicht tun zu k&#246;nnen, weil es die Arbeitszeit verbietet. Selbst ein expliziter Feierabend ist m&#246;glich, wenn ich irgendwann beschlie&#223;e, f&#252;r den Rest des Tages nichts mehr zu machen. Was letztendlich nur hei&#223;t, mich nicht mehr an Verpflichtungen zu orientieren. Denn irgendwas mache ich ja trotzem.<sup><a href="http://www.tuxathome.de/blog/2010/05/freizeitlos/#footnote_3_83" id="identifier_3_83" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Zum Beispiel nicht endenwollende Blogbeitr&auml;ge schreiben&amp;#8230;.">4</a></sup></p>
<p>F&#252;r alle, die sich jetzt denken: &#8220;Das klingt ja nett, aber bei mir ist alles anders!&#8221; Ist es das wirklich? Ich habe mir inzwischen angew&#246;hnt, bei jeder sich ergebenden Einschr&#228;nkung zu fragen: Wo kommt diese Einschr&#228;nkung her? Warum kann ich sie einhalten? Welche Konsequenzen hat es, sie aufzuheben oder zu umgehen? Wenn der Bei-mir-klappt-das-aber-nicht-Punkt erst einmal &#252;berschritten ist, lassen sich erstaunlich viele Dinge sehr leicht &#228;ndern.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_83" class="footnote">Ich habe heute mit Schrecken gelesen, dass es doch viele Menschen gibt, die in Deutschland arbeiten und zus&#228;tzlich Sozialbeihilfen beantragen m&#252;ssen &#8212; das macht mich traurig. Wir sollten doch inzwischen zu mehr f&#228;hig sein; so als Gesellschaft&#8230;</li><li id="footnote_1_83" class="footnote">und damit bin ich nicht allein!</li><li id="footnote_2_83" class="footnote">Mit richtiger und geschickter Terminplanung lassen sich gro&#223;e Teile des Tages ebenfalls freir&#228;umen</li><li id="footnote_3_83" class="footnote">Zum Beispiel nicht endenwollende Blogbeitr&#228;ge schreiben&#8230;.</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Schnee im M&#228;rz</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 11:13:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tux</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lebensgefühl]]></category>
		<category><![CDATA[Getipptes]]></category>

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		<description><![CDATA[Es hat geschneit. Das ist in diesem Winter nichts ungew&#246;hnliches und in wesentlich heftigerer Form bereits einige Male vorgekommen. Europa ist in diesem Winter so oft in dieser oder jener Vorform des Schneechaos versunken, dass man meinen sollte, alles sei entspannt und darauf vorbereitet. W&#228;re ich im Marketing t&#228;tig, w&#252;rde ich Schnee sp&#228;testens jetzt sehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es hat geschneit. Das ist in diesem Winter nichts ungew&#246;hnliches und in wesentlich heftigerer Form bereits einige Male vorgekommen. Europa ist in diesem Winter so oft in dieser oder jener Vorform des Schneechaos versunken, dass man meinen sollte, alles sei entspannt und darauf vorbereitet.</p>
<p>W&#228;re ich im Marketing t&#228;tig, w&#252;rde ich Schnee sp&#228;testens jetzt sehr genau untersuchen: Kaum sonst etwas sorgt bei jedem Auftreten f&#252;r Wirbel und Aufmerksamkeit, ohne sich im Wesentlichen zu &#228;ndern. Schnee ist Schnee und die feine Besonderheit fraktaler Schneeflockengebilde k&#246;nnen wir mit blo&#223;em Auge meist gar nicht wahrnehmen; auch habe nich noch nicht erlebt, dass sich jemand freut hat, weil er ein besonders au&#223;ergew&#246;hnliches Exemplar einer Schneeflocke entdeckte.</p>
<p>Dass es geschneit hat, verriet mir ein Blick aus dem Fenster, doch auch ohne w&#228;re es kein Geheimnis geblieben: Twitter ist voll von Gejammere &#252;ber das wei&#223;e Zeug, dass sich schon wieder &#252;ber unsere Welt gelegt hat. Beziehungsweise &#252;ber den Teil der Welt, den viele doch lieber aussperren.</p>
<p>Warum?</p>
<p>Die Auswahl der Emotionen, die Schnee im speziellen und das Wetter allgemein in uns ausl&#246;sen sollten, ist sehr eingeschr&#228;nkt: Wir k&#246;nnen gleichg&#252;ltig sein, denn am Wetter l&#228;sst sich bislang nichts &#228;ndern und das einzige, das wir mit der Witterungssituation machen k&#246;nnen, ist, sie hinzunehmen. Und wir k&#246;nnen &#8212; je nachdem, wie wir gestrickt sind &#8212; hochachtungsvoll oder neidisch sein, denn das Wetter schert sich kein bisschen darum, was wir von ihm halten und wird weder von Freudenst&#252;rmen noch von Hasswellen aus dem Konzept gebracht. Es <em>ist</em> einfach.</p>
<p>&#196;rgern darf man sich vielleicht, wenn einem das Wetter einen Strich durch konkrete Vorhaben macht. Aber ich wei&#223; von niemandem, der heute zum Picknick in den Park wollte und nun statt dessen Schlittenfahren muss. Im Gegenzug muss man sich dann aber auch freuen, wenn das Wetter ein Vorhaben unterst&#252;tzt!</p>
<p>Also, liebe Schneehasser und Sommersehns&#252;chtler: H&#246;rt auf zu jammern, meckert nicht, sondern zieht euch warm an und geht spazieren. Es ist n&#228;mlich sch&#246;n da drau&#223;en!</p>
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		<title>777</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 17:55:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tux</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lebensgefühl]]></category>
		<category><![CDATA[Getipptes]]></category>

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		<description><![CDATA[Es machte &#8220;woooosch&#8221; und da zog er &#8211; fast v&#246;llig unbemerkt &#8211; vorbei: Mein siebenhundertsiebenundsiebzigster Tweet. Und h&#228;tte ich es nicht fast zuf&#228;llig bemerkt, w&#228;re er wohl auch nicht weiter wichtig gewesen. Dabei war er &#8211; in beliebter Twitter-Manier &#8211; absolut tiefsinnig! Und v&#246;llig belanglos. Abschlie&#223;end bleibt noch zu bemerken, dass das Wetter, im Gegensatz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es machte &#8220;woooosch&#8221; und da zog er &#8211; fast v&#246;llig unbemerkt &#8211; vorbei: Mein siebenhundertsiebenundsiebzigster Tweet. Und h&#228;tte ich es nicht fast zuf&#228;llig bemerkt, w&#228;re er wohl auch nicht weiter wichtig gewesen. Dabei war er &#8211; in beliebter Twitter-Manier &#8211; absolut tiefsinnig! Und v&#246;llig belanglos.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://twitter.com/plappertux/statuses/9773224983"><img class="size-full wp-image-62 aligncenter" title="Tweet 777" src="http://www.tuxathome.de/blog/wp-content/uploads/tweet_777.png" alt="Tweet Nummer 777" width="500" height="245" /></a></p>
<p>Abschlie&#223;end bleibt noch zu bemerken, dass das Wetter, im Gegensatz zu anderen Regionen Deutschlands, auch im weiteren Verlauf  eines Sonntags nicht w&#252;rdig war! V&#246;llig belanglos. Es ist ja Mittwoch.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Mainstreamfarben</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 00:14:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tux</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebtes]]></category>
		<category><![CDATA[Getipptes]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem Finja neulich berichtete, im stabilo Visco ihren Stift f&#252;r&#8217;s Leben gefunden zu haben, zog ich nun selbst aus, jenen zu begutachten. Wie in vielen anderen Bereichen des Lebens bin ich auch in der Frage des Schreibstiftes noch ziemlicher Single und trotz einiger teils heftiger Aff&#228;ren habe ich noch nicht den Richtigen gefunden. Ein kurzer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem <a href="http://www.finjablog.de/" target="_blank">Finja</a> neulich berichtete, im<a href="http://www.stabilo.com/pages-us/products/pointvisco.php" target="_blank"> stabilo Visco</a> ihren Stift f&#252;r&#8217;s Leben gefunden zu haben, zog ich nun selbst aus, jenen zu begutachten. Wie in vielen anderen Bereichen des Lebens bin ich auch in der Frage des Schreibstiftes noch ziemlicher Single und trotz einiger teils heftiger Aff&#228;ren habe ich noch nicht den Richtigen gefunden.</p>
<p>Ein kurzer Zwischenwurf: Kenn jemand einen brauchbaren und erreichbaren Schreibwarenladen in Magdeburg? Der im Allee-Center hat offenbar zugemacht. Oder ist er nur umgezogen und ich habe ihn nicht wiedergefunden?</p>
<p>Und zur&#252;ck zur eigentlichen Erz&#228;hlung: In oben eingeschobener Ermangelung eines brauchbaren Schreibwarenladens bin ich zu Karstadt gegangen und habe dort die Stifte ausprobiert.</p>
<p>Finja hat Recht, sie schreiben sich wirklich gut. Aber leider waren sie nur in absolut modischen* Farben vorhanden: <em>hellblau</em>, <em>hellgr&#252;n</em>, <em>orange</em> und <em>violett</em>.</p>
<p>Wer denkt sich sowas aus???</p>
<p><span style="color: #808080;">* das hei&#223;t f&#252;r den t&#228;glichen Gebrauch v&#246;llig unvertretbar &#8230;</span></p>
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		<title>Sprachlos</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jan 2010 19:07:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tux</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensgefühl]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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		<description><![CDATA[Irgendwie bin ich gerade, so rein blogtechnisch, ein wenig sprachlos. Quasi eine lang anhaltende Montagmorgenstimmung. &#220;ber Ursachen werde ich nicht spekulieren; dass zu wenig los ist, kann ich eigentlich nicht behaupten. Aber im Strudel der Themen hat sich au&#223;er Fetzen und Fragmenten nicht viel an die Oberfl&#228;che gewagt. Im Konzept klafft noch eine L&#252;cke zwischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwie bin ich gerade, so rein blogtechnisch, ein wenig sprachlos. Quasi eine lang anhaltende <a href="http://www.tuxathome.de/blog/2009/10/montagmorgen/" target="_blank">Montagmorgen</a>stimmung. &#220;ber Ursachen werde ich nicht spekulieren; dass zu wenig los ist, kann ich eigentlich nicht behaupten. Aber im Strudel der Themen hat sich au&#223;er Fetzen und Fragmenten nicht viel an die Oberfl&#228;che gewagt.</p>
<p>Im Konzept klafft noch eine L&#252;cke zwischen den 140 Zeichen f&#252;r Twitter und dem Anspruch eines Blogeintrags. Und rein technisch hab ich mein Notizbuch zu selten dabei und noch immer kein Cafe, in dem ich schreiben mag.</p>
<p>Daf&#252;r bin ich wieder lesew&#252;tiger und auch bei <a href="http://www.goodreads.com">Goodreads</a> <a href="http://www.goodreads.com/user/show/2921836" target="_blank">zu finden</a>. Und hinter dem Stapel B&#252;cher, der demn&#228;chst gelesen werden m&#246;chte.</p>
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		<title>Verblendung</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 18:29:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tux</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebtes]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Anfang stand &#8211; wie so oft &#8211; die Idee, einfach nur mal wieder ins Kino zu gehen. W&#228;hrend der Arbeitswoche komme ich selten dazu, weil ich zu Zeiten, zu denen Filme starten, oft noch im B&#252;ro sitze oder andere Termine habe und die Magdeburger Filmlandschaft Sp&#228;tvorstellungen nur noch an sehr ausgew&#228;hlten Tagen zu Verf&#252;gung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Anfang stand &#8211; wie so oft &#8211; die Idee, einfach nur mal wieder ins Kino zu gehen. W&#228;hrend der Arbeitswoche komme ich selten dazu, weil ich zu Zeiten, zu denen Filme starten, oft noch im B&#252;ro sitze oder andere Termine habe und die Magdeburger Filmlandschaft Sp&#228;tvorstellungen nur noch an sehr ausgew&#228;hlten Tagen zu Verf&#252;gung stellt. Ein Samstagabend zur Sp&#228;tvorstellungszeit hielt dann f&#252;r den Kinobesuch her.</p>
<p>Das Angebot der Filme wirft mich schon lange nicht mehr um, aber hier und da ist etwas dabei, das spannend ist oder das ich mag, weil es in irgendeiner Form Fiktion ist, die ich mir gern anschaue. In diesem Fall hatte jedoch schon vorher etwas komplett anderes meine Aufmerksamkeit erregt. Der Film &#8220;Verblendung&#8221; wurde sehr rei&#223;erisch angek&#252;ndigt, die Vorschau versprach trotzdem einen interessanten Inhalt.</p>
<p>Zun&#228;chst konnte ich mich gar nicht entscheiden, ob ich die Romanvorlage von <a title="Wikipedia: Stieg Larsson" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stieg_Larsson" target="_blank">Stieg Larsson</a> lesen oder doch den Film schauen sollte. Also wurde das allesbeinhaltende Weltnetz befragt &#8211; wenn auch nur in sehr kleinen Stichproben. Auf der Krimi-Couch gab es eine sehr m&#228;&#223;ige <a title="Krimi-Couch: Kritik zum Buch &quot;Verblendung&quot; von Stieg Larsson" href="http://www.krimi-couch.de/krimis/stieg-larsson-verblendung.html" target="_blank">Kritik zum Buch</a>: Ein Rahmen, der nicht so recht zur eigentlichen Geschichte passt, Fehler im Aufbau der Geschichte, langatmig und letztendlich &#8220;nicht sonderlich originell&#8221;. Angesichts meine Stapels noch zu lesender B&#252;cher also eher kein Zuwachs. Wesentlich freundlicher bis hin zu romantisch waren da eher die Beschreibungen des Films*, den man nach Meinung einiger Blog-Autorinnen unbedingt sehen muss. Mit der Alternative &#8220;Final Destination 4&#8243;, die mich maximal wegen des Untertitels &#8220;Rest in pieces&#8221; zum Schmunzeln bringt, war die Wahl getroffen. &#8220;Verblendung&#8221; in einer Samstagkinosp&#228;tvorstellung.</p>
<p>Den Inhalt des Films m&#246;chte ich an dieser Stelle nicht wiedergeben, daf&#252;r gibt es gen&#252;gend andere Quellen, z.B. <a title="Wikipedia: Verblendung (Film)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verblendung_(Film)" target="_blank">Wikipedia</a>.</p>
<p>Ich empfand den Beginn des Films als sehr seicht. Es passiert nichts, was nicht auch in anderen Filmen schon verarbeitet wurde: Verlorener Prozess, Karrierezweifel, Auszeit, hingeworfene Arbeit, entt&#228;uschte Kollegen. Der Protagonist Mikael Blomkvist wird recht typisch eingef&#252;hrt. Auch Lisbeth Salander, die zweite Hauptfigur, wird krass, aber nicht ungew&#246;hnlich beschrieben. Wie sehr ihre Vorgeschichte zur Geschichte des Films passt, zeigt sich erst langsam und wird so recht erst im Nachhinein bewusst. Die fehlenden Zusammenh&#228;nge haben mich w&#228;hrend des Films &#246;fter zu der Frage gebracht, warum diese oder jene Szene &#252;berhaupt vorhanden ist oder so umfangreich dargestellt wurde.</p>
<p>Vordergr&#252;ndig geht es darum, einen Mordfall aufzukl&#228;ren, der Jahrzehnte zur&#252;ckliegen soll. Bei der Recherche kommt eine Reihe von sexuell motivierten Morden ans Tageslicht und neben gar unfriedlichen Familienverh&#228;ltnissen werden schlussendlich auch die Schuldigen ausgemacht. Alles in feiner Krimimanier mit Verwechslungen, Unsicherheiten, einem Happy-End in letzter Minute und b&#246;sem Ende f&#252;r die &#220;belt&#228;ter.</p>
<p>Hintergr&#252;ndig besch&#228;ftigt sich der Film so intensiv mit den Themen Vergewaltigung und sexuelle N&#246;tigung, dass ich fast autobiographische Hintergr&#252;nde unterstellen mag. Lisbeth Salander erlebt selbst im Film eine sehr brutale Vergewaltigung, deren Darstellung ich auch unter dem Argument k&#252;nstlerischer Schockwirkung extrem empfand, f&#252;r die sie sich nicht weniger brutal und sehr nachhaltig r&#228;cht. Insgesamt ist Lisbeth Salander ein sehr intelligenter, aber auch sehr unverstandener und getriebener Charakter. Ihre Erfahrungen motivieren sie dann wohl auch dazu, in den Fall einzusteigen.</p>
<p>Mit Fortschreiten der Handlung entwickelt sich zwischen den Hauptcharakteren ein Verh&#228;ltnis, das einerseits Anziehung, andererseits aber auch massive Angst voreinander und vor einer Abh&#228;ngigkeit wiederspiegelt. Da trifft der romantisch vertr&#228;umte Journalist auf eine verschlossene, eiskalt erscheinende und nur punktuell verf&#252;gbare Hackerin mit gewaltt&#228;tig verst&#246;rter Kindheit, die sich an ihn heranl&#228;sst, ohne dass er dabei etwas nehmen k&#246;nnte. Leider ist das auch alles, was der Film aus dem Verh&#228;ltnis gemacht hat. Das Ausmalen der M&#246;glichkeiten, Konsequenzen und innerer Handlungen der jeweiligen Charaktere bleibt dem Zuschauer als Hausaufgabe &#252;berlassen, dabei h&#228;tte das sehr gut in den Film hineingepasst. Vielleicht spricht mich dieser Aspekt aber auch nur deshalb so sehr an, weil er mich an pers&#246;nliche Erfahrungen erinnert.**</p>
<p>Der Film hat, wie oben schon erw&#228;hnt, ein Happy End. Eines, das mich verwirrt hat, weil ich bis jetzt noch nicht entscheiden konnte, ob einfach nur ein sch&#246;nes Ende her musste, oder ob die Figur der Lisbeth Salander letztendlich doch nur aus stereotypen Vorurteilen zusammengesetzt wurde. Ihr Wandel, auch wenn er nur angedeutet wird, schwingt sehr die Moralkeule. Ein wenig Lisbeth bleibt, aber letztendlich verschwindet die Figur, wie sie war und wird durch eine neue ersetzt. Flucht aus der ungeliebten Existenz oder ein moralischer Sieg? Dieser w&#252;rde den Film entwerten, der doch die ganze Zeit dargestellt hat, warum es diesen moralischen Sieg eben nicht geben kann.</p>
<p>&#8220;Verblendung&#8221; muss man sich anschauen, um den Film anschlie&#223;end mit Kenntnis aller Teile noch einmal zusammenzusetzen. Dann regt er zum Nachdenken an. Genau dazu ist der Abspann auch sehr gut geeignet***, der insbesondere mit der musikalischen Untermalung nicht versucht, Aufmerksamkeit zu erheischen, sondern eine fast meditative Stimmung verbreitet.</p>
<p>Wer jetzt eine Empfehlung sucht, muss leider entt&#228;uscht werden. Ich bereue es nicht, den Film gesehen zu haben &#8211; im Gegenteil konnte ich sehr viel dar&#252;ber nachdenken. Aber es f&#228;llt mir ebenso schwer, ihn als guten Film darzustellen. Auf jeden Fall etwas anderes als Popcorn-Kino, und schon allein deshalb sollte es mehr Filme dieser Art geben. ****</p>
<p>* Offenbar habe ich trotzdem keine so ernst genommen, dass ich irgendeinen Link abgespeichert habe. Meine Sammlung schweigt diesbez&#252;glich und kann sich nur an die Buchkritik erinnern.</p>
<p>** Bevor jemand spekuliert: Die Erinnerung geht um drei Ecken und hat nichts mit irgendeiner Form von Vergewaltigung zu tun.</p>
<p>*** Wenn nicht eine halbe Minute vor Ende des Abspanns ein Kinomitarbeiter hereinkommt, den Ton ausstellt und fragt, ob er denn die Tiefgarage abschliessen koenne. Ich hoffe, das passiert mir nicht noch einmal.</p>
<p>**** Der Film geh&#246;rt zur Reihe der Millenium-Trilogie, der n&#228;chste Teil kommt wohl im Februar 2010.</p>
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		<title>Gedanke zur Null</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 19:53:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tux</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>

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		<description><![CDATA[Nat&#252;rliche Zahlen repr&#228;sentieren Klassen gleichm&#228;chtiger Mengen. Die Menge der nat&#252;rlichen Zahlen enth&#228;lt vollst&#228;ndig und ausschlie&#223;lich die Repr&#228;sentanten der Klassen gleichm&#228;chtiger Mengen. D.h. es gibt kein Element der Menge nat&#252;rlicher Zahlen, das nicht eine Klasse gleichm&#228;chtiger Mengen repr&#228;sentiert und es gibt keine Menge, deren M&#228;chtigkeit nicht durch eine nat&#252;rliche Zahl repr&#228;sentiert wird. Die Zahl Null ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nat&#252;rliche Zahlen repr&#228;sentieren Klassen gleichm&#228;chtiger Mengen.</p>
<p>Die Menge der nat&#252;rlichen Zahlen enth&#228;lt vollst&#228;ndig und ausschlie&#223;lich die Repr&#228;sentanten der Klassen gleichm&#228;chtiger Mengen.</p>
<p>D.h.</p>
<ol>
<li>es gibt kein Element der Menge nat&#252;rlicher Zahlen, das nicht eine Klasse gleichm&#228;chtiger Mengen repr&#228;sentiert</li>
<li>und es gibt keine Menge, deren M&#228;chtigkeit nicht durch eine nat&#252;rliche Zahl repr&#228;sentiert wird.</li>
</ol>
<p>Die Zahl Null ist genau dann eine nat&#252;rliche Zahl, wenn die Existenz einer leeren Menge angenommen <em>wird.</em></p>
<p><em>Man kann diese &#220;berlegung mengentheoretisch infrage stellen. Als ich das gestern Abend niederschrieb war da aber niemand, der das tat.</em></p>
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		<title>Montagmorgen</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 08:58:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tux</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lebensgefühl]]></category>
		<category><![CDATA[Getipptes]]></category>

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		<description><![CDATA[Oder sp&#228;ter Montagvormittag, wie der gesellschaftlich vorgegebene Tagesablauf die aktuelle Stunde benennt. So ganz habe ich den &#220;bergang noch nicht geschafft. Hinter mir ein  Wochenende  mit Verblendung im Kino, einer Stunde Taizé und drei sehr verschiedenen, sch&#246;nen Abenden im Flower, vor mir eine Woche, die viel Neues bringt und dazwischen Eindr&#252;cke, die raus wollen, sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oder sp&#228;ter Montagvormittag, wie der gesellschaftlich vorgegebene Tagesablauf die aktuelle Stunde benennt.</p>
<p>So ganz habe ich den &#220;bergang noch nicht geschafft. Hinter mir ein  Wochenende  mit <em>Verblendung</em> im Kino, einer Stunde Taizé und drei sehr verschiedenen, sch&#246;nen Abenden im <a title="FlowerPower" href="http://www.flowerpower.eu/" target="_blank">Flower</a>, vor mir eine Woche, die viel Neues bringt und dazwischen Eindr&#252;cke, die raus wollen, sich aber noch nicht trauen, weil sie sich noch putzen m&#252;ssen &#8211; stelle ich gerade fest.</p>
<p>Mehr dazu also bestimmt sp&#228;ter. Jetzt ist Montagmorgen.</p>
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