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Vertwittert

Friday, 25. November 2011 23:47

Bilanz nach zwei Jahren Twitter: 1862 Tweets, 116 Followers und immer weniger Blödsinn in der Timeline. Mann, was habe ich früher alles  gepostet?! Aber das musste wohl so sein im Kurznachrichtenhype. Und wie ich selbst schon einmal bemerkte: Gedankenknappheit auf 140 Zeichen – wir beschneiden uns selbst und in der Kürze einer Nachricht geht nicht selten auch ihr Potential verloren.

Auf der anderen Seite verhungert hier gerade ein Blog, das viel mehr Platz zum Austoben bietet, in dem ich meine Gedanken besser entfalten und überlegter darlegen kann. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, noch einmal darüber nachzudenken, ob dieser Gedanke überhaupt in die Welt gebracht wird.

Deshalb gibt es ab jetzt die Kompromisslösung: Statuskram à la Bin-Gut-Gelandet oder Scheißwetter-Gelaber-Da-Draußen sowie Linkempfehlungen und Social Communication bleiben weiter auf Twitter, der Rest wird notiert, aber nicht gleich in die Welt gezwitschert. Lieber möchte ich diese Gedanken doch wieder ausdenken und an anderer Stelle präsentieren; zum Beispiel hier. Damit sollte die Schreibmaschine in dieser oder jender Form auch wieder aktiver werden.

Thema: Gedanken, Meta | Kommentare (1) | Autor:

Welche Schreibmaschine benutzt Hank Moody?

Thursday, 9. December 2010 23:01

Gerade sehe ich, dass jemand mit der Google-Anfrage “hank moodys schreibmaschine” auf meinem Blog landete – da war ich ja selbst mal gespannt.

Ein wenig musste ich suchen, insbesondere die deutschen Seiten haben mich nicht weitergebracht. In den Weiten des englischsprachigen WWW wurde ich dann schließlich fündig: Es handelt sich wohl um eine IBM Selectric II. Direkt prüfen kann ich das nicht, die Abbildung deckt sich aber mit dem, was in der Serie zu sehen ist.

In diesem Sinne: Moody Writing!

Thema: Literatur | Kommentare (3) | Autor:

Kein Anschluss unter dieser Nummer

Tuesday, 31. August 2010 22:58

Da bin ich doch in Helsinki in die Nachtverkehrsfalle getappt:

Nach getaner Arbeit habe ich mir von meinen Kolleginnen vor Ort ein wenig die Stadt zeigen lassen: die wichtigsten Bauwerke, ein bisschen Geschichte und die Inseln, auf denen früher1 die Festung gegen die Russen errichtet wurde und die heute neben vielen Touristen auch gute Restaurants mit leckeren Rentiergerichten beherbergen. Zurück ging es mit der Fähre und dann war alles ganz einfach: Mit dem Bus zur Uni und von dort aus so zum Hotel, wie das auch gestern schon sehr gut funktionierte.

In der Theorie ein guter Plan, in der Praxis war es dreiviertel zehn und der Wunschbus fuhr nicht mehr. An eine Routenplanung mittels Stadtplan ist hier nicht zu denken. Zwar weiß ich inzwischen, wo ungefaehr sich das Hotel und die Uni befinden, die exakten Positionen auszumachen war mir bislang jedoch nicht möglich. Zudem scheinen nicht alle Linien auf dem Plan verzeichnet zu sein.

Glück im Unglück: Ich habe einen Schlüssel zur Uni und zum Büro bekommen, konnte dort also nachschlagen. Die Webseite zur Routenplanung der hiesigen Verkehrsbetriebe gefällt mir sehr gut. Nun müsste man sich nur noch die Haltestellen in der Umgebung des Hotels merken können2 und bekommt dann einen Reiseplan. Hier ist die ganze Energie  der Gestalter hineingeflossen, deshalb werden in nur wenigen Bussen überhaupt die nächsten Haltestellen angezeigt, Busse halten nur auf Wunsch, was sinnvoll ist, wenn man weiß, dass man an der kommenden Haltestelle aussteigen will, also auch weiß, was die kommende Haltestelle ist, jede Fahrt auf unbekannter Strecke aber zu einem Abenteuer macht. Ein Makel: In der Routenplanung steht nicht, in welche Richtung der Bus an der entsprechenden Haltestelle fahren muss, auf welcher Seite der Straße ich also warten sollte.

Finnische Wörter weisen eine erstaunliche Ähnlichkeit zur Tetris-Melodie auf: ich kann sie mir nicht merken. Also stehe ich mit einem Zettel in der Hand an der Haltestelle, die nach meinem besten Gewissen die richtige sein müsste. 3

Und dann kommt der Bus. Ich halte die Hand raus, steige ein, stelle meine Frage nach der Haltestelle. Ich spreche kein Wort Finnisch, der Busfahrer offenbar kein Wort Englisch: Lost in Translation. Hier käme der Zettel zum Einsatz. Jedenfalls bei nicht-weitsichtigen Busfahrern. Ich sage nur “Haaga”,4 der Busfahrer nickt und fährt los. Ich bekomme Schicksalsmitleid, dieser Bus hat bereits eine Haltestellenanzeige.

Nach einer geraumen Welte dreht sich der Busfahrer um und sagt etwas zu mir. Was, werde ich nie erfahren, aber ich halte nochmals meinen Zettel hin und sage diesmal auch das “ammattikoulu”5 mit auf. Er nickt und fährt weiter, und siehe da: die nächste Haltestelle ist Ilkantie und dann kommt auch schon das Ziel.

Wer also weder die Landessprache spricht noch vollständig durch die Verkehrspläne durchblickt sollte als immer einen Zettel mit den Zielkoordinaten dabei haben.

  1. im 18. Jahrhundert []
  2. Metsäläntie, Haaga ammattikoulu, … []
  3. Man könnte nach den Abfahrtszeiten gehen, jedoch sind die wegen der optionalen Haltestellen eher Wunsch als Realität. []
  4. Doppelte Buchstaben werden lang ausgesprochen. Auch, wenn es Konsonanten sind. In Finnland gibt es ein langes “P”. []
  5. ohne langes T []

Thema: Erlebtes | Kommentare (1) | Autor:

Freizeitlos?

Wednesday, 5. May 2010 1:11

Mir wurde gerade einmal wieder vor Augen geführt, dass ich relativ viel und recht lange arbeite. Das bringt mich selbst oft zum Nachdenken und zu der Frage: Muss und darf das so? Andererseits: Brauche ich mehr Freizeit?

Dieses Freizeitkonzept seziere ich gerade und es bleibt nicht viel davon übrig. Bei einer Trennung zwischen Arbeit und Freizeit müssen wir von einem Zwang ausgehen; von einer Unfreiheit, mit der ein Teil des Tages verbracht wird. Als Gegenleistung für einen gewissen Lohn, der üblicherweise monatlich auf dem Konto landet. Natürlich habe ich auch vieles zu tun, das mir keinen Spaß macht. Doofe Aufgaben gibt es halt immer. Aber insgesamt mache ich doch den ganzen Tag, was ich sonst auch in meiner Freizeit gern täte — nur halt bezahlt. Letztendlich kommt es doch darauf an, seinen Lebensunterhalt mit etwas zu verdienen, was man gern tun mag.

Das klingt jetzt fürchterlich arrogant. Gegenüber allen, die mehr Verpflichtungen haben, eine Familie ernähren oder für andere Menschen sorgen müssen. Nicht jeder hat das Glück, von seiner Lieblingsarbeit gut leben zu können. Und doch halten sich so viele unnötig gefangen. “Aber ich kann doch nicht…” — da frage ich mich immer: Warum denn nicht? Wenn ich einmal kritisch überdenke, wozu ich mich gezwungen, genötigt, angehalten fühle, bleibt davon nicht vieles übrig. So vieles ist letztendlich freiwillig und oft stört nur die Angst vor der Veränderung den Gedanken, etwas aus dem Weg zu räumen, das nicht gemocht wird. Na klar gibt es Verpflichtungen und auch langfristige Zielstellungen, für die sich kurzfristige Unannehmlichkeiten lohnen. Aber ganz unzufrieden sollte niemand sein müssen.1

Neben einer Arbeit, die Spaß macht, ist auch noch wichtig, wie sie über den Tag verteilt wird. Ich habe mich ein halbes Jahr lang an einem Achtstundentag versucht. Erfolglos. Dieses Konzept, um neun ins Büro zu gehen, dort genau 8 Stunden lang (abgesehen von den Pausen) genau die benötigte Produktivität und Kreativität aufzubringen, die der Job verlangt, um  gegen 17 Uhr wieder zu Hause zu sein und den Tag mit “Freizeit” zu füllen, passt weder zu meiner Arbeitsweise noch fördert es Ideen. Mit fällt unter der Dusche ein, wie sich ein bestimmtes Problem lösen lässt2 oder beim Abwaschen. Ich habe nach dem Mittagessen keine Lust auf Arbeit, wohl aber abends um zehn. Wer es vermag — und auch das ist natürlich von der Art der Arbeit abhängig — sollte seinen Chef überreden, dann zu arbeiten, wann es dem persönlichen Empfinden entspricht. Als Gegenleistung muss man sich die Disziplin abverlangen, trotzdem das Soll zu erfüllen. Keine schwere Aufgabe, wenn die Arbeit selbst ein Stück Freizeitgestaltung ist.

Wenn der Tagesablauf frei ist, lässt sich darum jedes weitere Hobby flechten. Nachmittags an die frische Luft? Kein Problem, dann wird halt Abends nochmal gearbeitet. Mal einen Tag freimachen? So es die Termine erlauben, kann auch mit Wochenendtagen getauscht werden. Warum muss man sich bremsen, wenn Samstag Lust auf eine bestimmte Aufgabe aufkommt? Warum quälen, wenn der Mittwochmorgen bettaffin ist?

Alles unter dem Vorbehalt, dass die Arbeit es zulässt. Wer Öffnungszeiten hat, muss auch da sein. Das zählt quasi als ein Termin — und für die gilt auch: Termine werden eingehalten und sollten nicht allzu oft verschoben werden. 3 Meine Beobachtung ist aber, dass sich Menschen mit derartig festgelegten Arbeitszeiten selten darüber beschweren. Oft sind es nur die, die auch tatsächlich etwas daran ändern könnten. Vielleicht eine Reaktion auf den unbewussten Frust, der durch einen vermeidbaren Zwang entsteht. Langfristige Null-Bock-Phasen lassen sich damit auch nicht beheben. Wer nie arbeiten mag, sollte an seiner Aufgabe arbeiten. Kurzfristige Unlustphasen lassen sich so gut überbrücken.

Unterm Strich steht für mich: Ich habe keine dedizierte Freizeit. Da sind wenige Stunden, in denen ich unerreichbar bin oder nicht doch hier und dort mal etwas über die Arbeit aufploppt. Andererseits habe ich auch selten das Gefühl, etwas nicht tun zu können, weil es die Arbeitszeit verbietet. Selbst ein expliziter Feierabend ist möglich, wenn ich irgendwann beschließe, für den Rest des Tages nichts mehr zu machen. Was letztendlich nur heißt, mich nicht mehr an Verpflichtungen zu orientieren. Denn irgendwas mache ich ja trotzem.4

Für alle, die sich jetzt denken: “Das klingt ja nett, aber bei mir ist alles anders!” Ist es das wirklich? Ich habe mir inzwischen angewöhnt, bei jeder sich ergebenden Einschränkung zu fragen: Wo kommt diese Einschränkung her? Warum kann ich sie einhalten? Welche Konsequenzen hat es, sie aufzuheben oder zu umgehen? Wenn der Bei-mir-klappt-das-aber-nicht-Punkt erst einmal überschritten ist, lassen sich erstaunlich viele Dinge sehr leicht ändern.

  1. Ich habe heute mit Schrecken gelesen, dass es doch viele Menschen gibt, die in Deutschland arbeiten und zusätzlich Sozialbeihilfen beantragen müssen — das macht mich traurig. Wir sollten doch inzwischen zu mehr fähig sein; so als Gesellschaft… []
  2. und damit bin ich nicht allein! []
  3. Mit richtiger und geschickter Terminplanung lassen sich große Teile des Tages ebenfalls freiräumen []
  4. Zum Beispiel nicht endenwollende Blogbeiträge schreiben…. []

Thema: Gedanken, Lebensgefühl | Kommentare (5) | Autor:

Schnee im März

Saturday, 6. March 2010 12:13

Es hat geschneit. Das ist in diesem Winter nichts ungewöhnliches und in wesentlich heftigerer Form bereits einige Male vorgekommen. Europa ist in diesem Winter so oft in dieser oder jener Vorform des Schneechaos versunken, dass man meinen sollte, alles sei entspannt und darauf vorbereitet.

Wäre ich im Marketing tätig, würde ich Schnee spätestens jetzt sehr genau untersuchen: Kaum sonst etwas sorgt bei jedem Auftreten für Wirbel und Aufmerksamkeit, ohne sich im Wesentlichen zu ändern. Schnee ist Schnee und die feine Besonderheit fraktaler Schneeflockengebilde können wir mit bloßem Auge meist gar nicht wahrnehmen; auch habe nich noch nicht erlebt, dass sich jemand freut hat, weil er ein besonders außergewöhnliches Exemplar einer Schneeflocke entdeckte.

Dass es geschneit hat, verriet mir ein Blick aus dem Fenster, doch auch ohne wäre es kein Geheimnis geblieben: Twitter ist voll von Gejammere über das weiße Zeug, dass sich schon wieder über unsere Welt gelegt hat. Beziehungsweise über den Teil der Welt, den viele doch lieber aussperren.

Warum?

Die Auswahl der Emotionen, die Schnee im speziellen und das Wetter allgemein in uns auslösen sollten, ist sehr eingeschränkt: Wir können gleichgültig sein, denn am Wetter lässt sich bislang nichts ändern und das einzige, das wir mit der Witterungssituation machen können, ist, sie hinzunehmen. Und wir können — je nachdem, wie wir gestrickt sind — hochachtungsvoll oder neidisch sein, denn das Wetter schert sich kein bisschen darum, was wir von ihm halten und wird weder von Freudenstürmen noch von Hasswellen aus dem Konzept gebracht. Es ist einfach.

Ärgern darf man sich vielleicht, wenn einem das Wetter einen Strich durch konkrete Vorhaben macht. Aber ich weiß von niemandem, der heute zum Picknick in den Park wollte und nun statt dessen Schlittenfahren muss. Im Gegenzug muss man sich dann aber auch freuen, wenn das Wetter ein Vorhaben unterstützt!

Also, liebe Schneehasser und Sommersehnsüchtler: Hört auf zu jammern, meckert nicht, sondern zieht euch warm an und geht spazieren. Es ist nämlich schön da draußen!

Thema: Lebensgefühl | Kommentare (1) | Autor:

777

Wednesday, 3. March 2010 18:55

Es machte “woooosch” und da zog er – fast völlig unbemerkt – vorbei: Mein siebenhundertsiebenundsiebzigster Tweet. Und hätte ich es nicht fast zufällig bemerkt, wäre er wohl auch nicht weiter wichtig gewesen. Dabei war er – in beliebter Twitter-Manier – absolut tiefsinnig! Und völlig belanglos.

Tweet Nummer 777

Abschließend bleibt noch zu bemerken, dass das Wetter, im Gegensatz zu anderen Regionen Deutschlands, auch im weiteren Verlauf  eines Sonntags nicht würdig war! Völlig belanglos. Es ist ja Mittwoch.

Thema: Lebensgefühl | Kommentare (0) | Autor:

Mainstreamfarben

Wednesday, 13. January 2010 1:14

Nachdem Finja neulich berichtete, im stabilo Visco ihren Stift für’s Leben gefunden zu haben, zog ich nun selbst aus, jenen zu begutachten. Wie in vielen anderen Bereichen des Lebens bin ich auch in der Frage des Schreibstiftes noch ziemlicher Single und trotz einiger teils heftiger Affären habe ich noch nicht den Richtigen gefunden.

Ein kurzer Zwischenwurf: Kenn jemand einen brauchbaren und erreichbaren Schreibwarenladen in Magdeburg? Der im Allee-Center hat offenbar zugemacht. Oder ist er nur umgezogen und ich habe ihn nicht wiedergefunden?

Und zurück zur eigentlichen Erzählung: In oben eingeschobener Ermangelung eines brauchbaren Schreibwarenladens bin ich zu Karstadt gegangen und habe dort die Stifte ausprobiert.

Finja hat Recht, sie schreiben sich wirklich gut. Aber leider waren sie nur in absolut modischen* Farben vorhanden: hellblau, hellgrün, orange und violett.

Wer denkt sich sowas aus???

* das heißt für den täglichen Gebrauch völlig unvertretbar …

Thema: Erlebtes | Kommentare (1) | Autor:

Sprachlos

Saturday, 2. January 2010 20:07

Irgendwie bin ich gerade, so rein blogtechnisch, ein wenig sprachlos. Quasi eine lang anhaltende Montagmorgenstimmung. Über Ursachen werde ich nicht spekulieren; dass zu wenig los ist, kann ich eigentlich nicht behaupten. Aber im Strudel der Themen hat sich außer Fetzen und Fragmenten nicht viel an die Oberfläche gewagt.

Im Konzept klafft noch eine Lücke zwischen den 140 Zeichen für Twitter und dem Anspruch eines Blogeintrags. Und rein technisch hab ich mein Notizbuch zu selten dabei und noch immer kein Cafe, in dem ich schreiben mag.

Dafür bin ich wieder lesewütiger und auch bei Goodreads zu finden. Und hinter dem Stapel Bücher, der demnächst gelesen werden möchte.

Thema: Gedanken, Lebensgefühl, Literatur | Kommentare (4) | Autor:

Montagmorgen

Monday, 19. October 2009 10:58

Oder später Montagvormittag, wie der gesellschaftlich vorgegebene Tagesablauf die aktuelle Stunde benennt.

So ganz habe ich den Übergang noch nicht geschafft. Hinter mir ein  Wochenende  mit Verblendung im Kino, einer Stunde Taizé und drei sehr verschiedenen, schönen Abenden im Flower, vor mir eine Woche, die viel Neues bringt und dazwischen Eindrücke, die raus wollen, sich aber noch nicht trauen, weil sie sich noch putzen müssen – stelle ich gerade fest.

Mehr dazu also bestimmt später. Jetzt ist Montagmorgen.

Thema: Lebensgefühl | Kommentare (3) | Autor:

Déjà-vu – aber woher?

Sunday, 11. October 2009 20:26

Ursprünglich sollte der Titel anders lauten. Ursprünglich wollte von einem unerwarteten Zusammenhang schreiben, nämlich in Form zweier gleicher Zeilen in völlig unterschiedlichen Gedichten.

Das erste ist die Dichtung Die Unsterblichen aus Hesses Steppenwolf, die dem Protagonisten in den Sinn kommt, während er auf seine Geliebte wartet. Die dritte Zeile der zweiten Strophe – “Kennen keine Tage, keine Stunden” – hat eine spontane Assoziation hervorgerufen.

Das zweite Gedicht … ist inzwischen unwichtig. Denn dort hat die Zeile zwar die gleiche Struktur, jedoch eine gänzlich andere Bedeutung.

Das ist einerseits gut, denn die Verbindung hat mich verwirrt. Ein Zusammenhang wäre interessant, aber auch sinnverkehrend. Andererseits stehe ich nun mit einem offenen Déjà-vu da. Woher kenne ich die Zeile? Oder das Gedicht?

Den Steppenwolf zu lesen kann ich im übrigen empfehlen, wenngleich ich die Warnung am Anfang unterstreiche: Nur für Verrückte!

Thema: Literatur | Kommentare (0) | Autor: