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Wien Flughafen, an einem Mittwochmorgen

Wednesday, 9. September 2009 8:51

Erster Pluspunkt für den Wiener Flughafen: Es gibt freies WLAN. In Deutschland, speziell Hannover und Berlin (SXF und TXL) ist mir das noch nicht begegnet und auch die Züricher wollen erstmal Kreditkartendaten haben. Hier kann ich während der Wartezeit auf den nächsten Flug einfach mal eine Runde surfen – oder bloggen.

Seit halb neun herrscht bei mir orangefarbene Flughafencafe-Atmosphäre. Bei einem Cappuccino – meine Verdienstbescheinigung habe ich ja schon pauschal hinterlegt – und angenehmer Hintergrundmusik. Zusätzlich untermalt vom vielsprachigen Gemurmel einer flughafentypischen Cafeausstattung. Ansonsten ist die Stimmung überwiegend müde. Wenn man als Nachteule um drei aufstehen muss, gibt es halt auch nicht signifikant mehr als drei Stunden Schlaf. Von zehn bis Mitternacht habe ich doch nur gedöst. Dafür werde ich heute Abend um so schneller einschlafen, wenn ich denn irgendwann das Bett finde. Konferenzmodus.

Fliegen wird unaufregend; ich bin irgendwo um den 30. Flug, aber eine Premiere gab es: Zum ersten Mal eine PilotIN! Und, wie ich bei Twitter schon schrieb: Das war der sanfteste Flug, den ich erlebt habe. Kaum Turbulenzen, sanfte Flugmanöver und eine Landung, von der fast nichts zu merken war. Im Vergleich zum Sprung auf den Brüsseler Flughafen möchte ich meinen, ich sei noch in der Luft. Mal sehen, wie der Anschlussflug wird.

Thema: Erlebtes | Kommentare (3) | Autor: tux

Die Farbe Rot

Sunday, 6. September 2009 19:32

In einem Anflug spontaner Abendgestaltung bin ich gestern gegen neun Uhr zu Jane ins Auto gesprungen und habe mich nach Dessau-Roßlau mitnehmen lassen. Dort fand das 12. Farbfest statt, in diesem Jahr in der Farbe Rot. Meine Eindrücke habe ich gestern schon sehr kurz als “Interessant” umschrieben. Dorthin sind sie letztendlich auch konvergiert.

Insgesamt herrschte natürlich Bauhaus-Atmosphäre, visuell war rot die vorherrschende Farbe, durschmischt von grünen Kontrapunkten. Mit Ausnahme der Toiletten, die waren ausschließlich grün. Anfangs dachte ich, dass die Farbe signifikant stimmungsbeinflussend sei, letztendlich war das aber nicht der Fall. Vielleicht fehlte auch nur der Vergleich.  An verschiedenen Stellen waren Sprüche an die Wände projiziert, aber es war zu voll, um eingehend darüber nachzudenken. Einige hätte ich gewiss getwittert, wenn meine Ausrüstung das zugelassen hätte.

Auditiv war das Konzept durchmischter; ich habe jedenfalls so ziemlich alles mal gehört. Der Disco-Raum war mir (jetzt kommt’s!) zu leise; oder zu unausgeglichen. Die Bässe waren massagefähig, aber im oberen Spektrum kam nicht viel. Möglicherweise ist mein Hörbereich aber auch noch nicht angepasst genug. Eigentich waren wir – jedenfalls die anderen beiden – aber wegen Winterspring da, die so ziemlich gegen Ende des Programms aufgetreten sind. Nicht meine Musik, aber auch kein Grund wegzulaufen. Leider konnten sie den spontanen Stromausfall nicht unplugged überbrücken, ansonsten aber eine Show, bei der ich mal gut abschalten konnte.

Ich hätte wohl insgesamt mehr Eindrücke mitgenommen, wenn es nicht so voll gewesen wäre. Andererseits leben Veranstalungen natürlich von Besuchern. Ein Balanceakt. Trotzdem finde ich es gut, da gewesen zu sein.

Noch eine Erkenntnis zum Schluss: Emos sind auch nicht mehr, was sie mal waren. Einige waren unter ihren schwarzen Augenringen in Wirklichkeit pink.

Thema: Erlebtes | Kommentare (2) | Autor: tux

Kreativer Matsch

Wednesday, 2. September 2009 19:45

Irgendwie bin ich heute schon den ganzen Tag leicht neben der Spur und nur begrenzt bereit, das mit dem gestrigen Flower-Besuch in Verbindung zu bringen. Spontane, aber gar nicht irrelvante Veränderungen, von denen jedoch andere zuerst berichten müssen, tun nun ihr Übriges, um meinen Kopf zu beschäftigen.

Trotzdem ist das Gefühl interessant genug, um es hier zu beschreiben. Da zog also eine Welt an mir vorbei – vielleicht wurde sie auch an mir vorbeigezogen, so genau weiß man das ja nicht – hat mich wie immer mit ihren Eindrücken überladen und ich stand daneben und durfte beobachten und Ideen haben. Gar nicht mal so schlechte Ideen und einige Gedanken, die es wert sind, verfolgt zu werden (abgesehen von neben-der-spur bin ich heute auch noch ziemlich unspezifisch). Letztendlich war der Kopf noch fähig genug, einfache Arbeiten zu verrichten und ein paar Aufgaben abzuarbeiten sowie ein paar Dinge zu lesen.

Und nun stellt sich die Frage: wie verbuche ich diesen Tag? Ist es einer dieser Tage, an die man einen Haken macht, um sie im Archiv verstauben zu lassen? Oder sind die Ideen vielleicht doch so interessant, dass man häufiger solche Tage haben sollte? Und wie führt man sie herbei; wie vermeidet man sie? Ich bin hin- und hergerissen zwischen Bääääh und Juchuh.

Korrelationen zum heute gefühlt grauen Wetter sind übrigens ungeklärt.

Thema: Lebensgefühl | Kommentare (3) | Autor: tux

Nochmal; diesmal anders.

Wednesday, 26. August 2009 23:05

Noch so ein Blog. Nicht mein erstes, nicht mein einziges und wohl auch nicht mein letztes. Ein bisschen geschrieben habe  ich ja schon immer, nun tu ich das mal wieder etwas öffentlicher.

Gerade bin ich schreibwütig. Nicht nur heute – das ist kein Grund für ein Blog. Schon seit einer Weile, deshalb fange ich jetzt einfach an. Ewig werde ich es aber nicht bleiben. Wechselnde Prioritäten sind eine meine Konstanten. Das wird dieses Blog treffen, ebenso wie viele andere Dinge.

Was hier steht, ist persönlich. Nicht privat, nicht ungefiltert, aber es wird mich betreffen. Egozentrisch und mit authentischen Metaphern. Das meiste sind wohl Blog-Texte. Was die Schreibmaschine auf das Papier hämmert, steht nicht im Internet. Aber eventuell wird es mal abgetippt. Ein Exklusivitätsbonus. Vielleicht auf eine Abwertung der Schreibmaschine. Und dann gibt es noch das, was in meinem Notizbuch steht. Wer das lesen will, muss meinen Dachboden ausräumen, wenn ich nichts mehr dagegen tun kann, oder mit mir zusammen alt werden. Für alle anderen gibt es dieses Blog.

Der Titel drückt aus, was das Schreiben gerade ist: Eine Sucht. Das exhibistionistische Verlangen, die eigenen Gedanken herauszulassen, in die Welt zu tragen und sie damit zu beschäftigen. Sperrmüll, der vor die Tür getragen wird. Aber vorsichtig – andere mögen Schätze darin finden. “Ich schreibe für mich” ist eine Ausrede. Öffentlich schreibt niemand für sich. Das hier ist für die Welt.

Mögen die Spiele beginnen!

Thema: Meta | Kommentare (1) | Autor: tux